Boßelturnier Schnarup-Thumby: Hau rin

Mit 58 Teilnehmern war das Turnier so gut besucht wie noch nie. Insgesamt kämpften auf der etwa sieben Kilometer langen Strecke acht Mannschaften um die niedrigste Wurfzahl. Zu Beginn lag noch Nebel über der Landschaft, der so dicht war, dass der Werfer manchmal nicht mehr sehen konnte, wo die Kugel liegen blieb. Später setzte sich die Sonne (fast) durch und es wurde warm. Winter und Frühling kämpften um die letzten Schneereste. In der Feldstraße mussten die Spieler sogar aufs Feld, da die Straße überflutet war. Kurz nach dem Start gab es bei Martin Thomsen die erste inoffizielle aber bereits traditionelle Versorgungspause. Mit Hochprozentigem und Süßem angefeuert, machten sich die Spieler auf den Weg zu Klaus-Peter und Silke Andresen, wo die Halbzeitpause in der Scheune gefeiert wurde. Natürlich hatten die Spieler auch eigene Verpflegung dabei. Und in einigen Bollerwagen steckte auch eine Musikmaschine, die aber nur selten Marschmusik abspielte.
Doch das Boßelturnier von Schnarup-Thumby ist kein ernster Wettkampf sondern ein Spaßturnier. Deshalb wird der Sieger nicht nur durch die Zahl der Würfe festgelegt. In den Pausen mussten das Gewicht einer Stahlkugel geschätzt und in einem Grabbelkasten Gegenstände zwischen Styroporchips gefunden werden. Doch den meisten Spaß machte die Geschicklichkeitsübung, die jährlich von Bernd Dieter Woelke und Uwe Petersen aufgebaut wird.
Diesmal war es ein Fahrradtandem, dessen Lenker mit verbundenen Augen entgegen der Fahrtrichtung sitzt. Der antreibende Treter musste dann, allein durch Stimmsignale, das Gefährt durch einen Hindernisparcours bringen. Dabei wurden Fahrzeit und Fehlerhäufigkeit gewertet.
Beim Abschlussessen dankte Bürgermeister Andreas Bonde allen Helfern und Organisatoren – insbesondere Gesamtleiter Klaus Wilhelm Scheurer. Er kündigte die Wiederholung des Turniers für das nächste Jahr an.

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