25 Jahre Sägewerk Mangelsen: Auch Glück gehörte dazu

Am 22. März feierte das Sägewerk Jörg Mangelsen in Struxdorf sein 25-jähriges Bestehen. IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann gratulierte zu diesem Ereignis mit einem Besuch und einer Urkunde. „Sie müssen viele Dinge richtig gemacht haben“, lobte er den Firmeninhaber. Denn sonst könne ein Betrieb nicht ein Vierteljahrhundert Bestand haben.
„Dazu gehörte auch eine Portion Glück“, schränkte Mangelsen ein. Begonnen hat er sein Geschäft mit einer mobilen Bandsäge. Am 22. März 1993 meldete er sein Gewerbe an. Und am 1. April holte er seine Säge in Bayern ab. Kredite bei der Bank bekam man damals auf reiner Vertrauensbasis. Markt­erkundungen und Businesspläne waren zu der Zeit noch unbekannte Vokabeln. Aber Mangelsen wusste als Tischler aus eigener Erfahrung, dass Nachfrage nach Sägearbeiten bestand. Und die Nachfrage stieg. Heute verarbeitet er rund 15 000 Festmeter Holz im Jahr mit mehr als einem Dutzend Mitarbeiter. Von seinen fünf Bandsägen ist nur noch eine mobil. Auf insgesamt 1,5 Hektar Grundfläche lagern Lärche-, Douglasie- und Eichenstämme sowie Schnittholz in Form von Balken, Brettern und Leisten. Auftraggeber sind Firmen, Landwirte und Privatleute. Seit 2002 gibt es auch eine große Halle. „Das war eine schwierige Geburt“, meinte Mangelsen. Denn eine Baugenehmigung im Außenbereich auf einer ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Fläche zu bekommen, sei eine Sisyphusarbeit. Doch die Mühe habe sich gelohnt. Neben ihrer gewerblichen Aufgabe werde die Halle auch als Kirchenraum für die großen Regionalgottesdienste sowie für den Struxdorfer Weihnachtsmarkt genutzt.
Neben ständig neuen Vorschriften und Gesetzen sieht Mangelsen insbesondere die Lkw-Maut als Belastung für seinen Betrieb. Denn im Gegensatz zu hochpreisigen Wirtschaftsgütern gehen bei Holzprodukten mit geringen Basispreisen diese Gebühren mit wesentlichen Prozentsätzen in die Kalkulation ein.
Um diese Randbedingungen mitbestimmen zu können, prüft Mangelsen, ob er eine Berufung in den Landesbeirat Holz annehmen soll. Auch sonst ist er gesellschaftlich aktiv und seit vielen Jahren Mitglied seiner Gemeindevertretung – im Moment als Leiter des Wegeausschusses.
Über die Nachfolge macht sich der 48-Jährige keine großen Gedanken. Damit hat er auch noch ein bisschen Zeit. Denn sein Sohn besucht noch die Grundschule.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*

code