Breitbandvermarkter für Mittelangeln: Mammutaufgabe: 1050 km Glasfaserleitungen

Mit GVG Glasfaser und ihrer Marke „nordisch­net“ hat der Breitbandzweckverband Mittelangeln, dazu gehören die Gemeinden Mittelangeln, Schnarup-Thumby und Sörup, einen Vermarkter und Betreiber des Breitbandnetzes in Mittelangeln beauftragt. Nach einer europaweiten Ausschreibung und den geforderten Fristen ist nun der Vertrag unterschrieben. Die Vorsitzende des Breitbandzweckverbandes Mittelangeln Bürgermeisterin Britta Lang zeigte sich erfreut, dass mit dieser Vertragsunterzeichnung ein Meilenstein in der Breitbandversorgung Mittelangelns geschafft wurde. GVG Glasfaser mit Sitz in Kiel wird das Breitbandnetz vom Breitbandzweckverband Mittelangeln mit einer Laufzeit von 25 Jahren pachten, es betreiben und vermarkten. Bereits jetzt bietet das Unternehmen in Schleswig-Holstein leistungsstarke Glasfaserprodukte, die bereits heute konstant 500Mbit/s im Download ermöglichen. Ab sofort können sich die Haushalte über die Homepage des Amtes Mittelangeln über das Breitbandangebot informieren. GVG Glasfaser Geschäftsführer Jörg Knöller kündigte an, dass sein Unternehmen bereits in den kommenden Wochen mit der Vermarktung beginnen werde. Voraussetzung für das Verlegen der Glasfaserkabel im Verbandsgebiet sind mindestens 60 Prozent Anschlüsse. „Wir sind sehr zuversichtlich“, argumentiert Knöller mit dem Hinweis auf den Nachbarverband im Norden. Dort haben sich bereits 80 Prozent der Haushalte für einen Anschluss entschieden.
Jetzt geht es für Britta Lang um den Ausbau des Glasfasernetzes. Mit dem Bau von 1050 km Glasfaserleitungen steht dem Zweckverband eine Mammutaufgabe bevor. Nach Fertigstellung wird jedes Haus im Verbandsgebiet über einen Glasfaseranschluss verfügen. Die Kosten für die Kabelverlegung bis ins Haus, übernimmt der Zweckverband, der dafür 12.7 Mio. Euro veranschlagt. Vom Bund ist eine Förderung von 4,7 Mio. Euro eingeplant. Die restliche Summe soll über die Pacht des Glasfaserkabels zurück fließen. Nach einer intensiven Findungsphase, bei der aus sechs Anbietern die Firma GVG Glasfaser ausgewählt wurde, zeigt sich Lang zufrieden. „Die Pachtsumme ist höher als von uns erwartet.“
Auch für den Ortskern, der von der Telekom über das nicht so leistungsfähige Kupferkabel versorgt wird, gibt es nun Hoffnung auf das schnelle Glasfaserkabel. Knöller kündigte an, auch im Ortskern das Glasfaserkabel verlegen zu lassen. Voraussetzung sind genügend Anschlüsse. Die letzten Hausanschlüsse werden vom Zweckverband bis 2020 verlegt, kündigte Lang an und versprach, dass man sukzessive die Anschlüsse frei schalten werde.
Trotz der europaweiten Ausschreibung einen regionalen Anbieter gefunden und verpflichtet zu haben, steigert im Zweckverband die Freude über den Meilenstein auf dem Weg zu einem schnellen Internet. Mehr Informationen unter: www.breitband-mittelangeln.de
Peter Hamisch

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