Kindergartenausschuss Struxdorf: Kita platzt aus allen Nähten

Obwohl die Gebühren etwas höher sind als in den Nachbargemeinden, ist die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Struxdorf vehement. Der von den drei Gemeinden Schnarup-Thumby, Struxdorf und Uelsby betriebene Kindergarten ist zurzeit voll besetzt. Und für das kommende Kindergartenjahr sind 19 neue Kinder angemeldet. Demgegenüber verlassen ihn nur sieben Kinder, um die Schule zu besuchen.
Im letzten Jahr löste man ein ähnliches Problem, indem man die Krippengruppe in die ehemalige Tagespflegestelle umziehen ließ. Im freigewordenen Krippenraum wurde eine altersgemischte Gruppe installiert. Dadurch wurden 15 neue Plätze geschaffen, die auch jetzt alle besetzt sind. Und nach der Umgruppierung des letzten Jahres sind die räumlichen Kapazitäten erschöpft.
Im Kindergartenausschuss suchte man nach Lösungen und behandelte unter anderen die Vorschläge einer Containeraufstellung und einer Außengruppe. Auch eine Absage an die zwölf überzähligen Kinder war im Gespräch. Doch alle diese Lösungen bedeuten hohen Finanzbedarf oder widersprechen dem Betreuungsauftrag der Kommunalgemeinden. Und es wären Entscheidungen, die ohne fundiertes Hintergrundwissen getroffen würden.
Deshalb macht der Ausschuss den Betreibergemeinden den Vorschlag eines Übergangsjahres. In diesem Jahr will man die Situation genau prüfen, um den Bedarf festzustellen und fundierte Lösungen auszuarbeiten. Auch soll die Möglichkeit eines mit Fördergeldern unterstützten Anbaus überdacht werden. Als Betreuungsort für die Übergangszeit standen mehrere Räumlichkeiten zur Diskussion. Die alte Schule von Thumby schied relativ schnell wegen fehlender Randbedingungen und hoher Umbaukosten aus. Die dänische Schule Struxdorf winkte wegen Platzmangel bereits beim ersten Gespräch ab. Und ein Container würde jeden Finanzrahmen sprengen.
„So bleibt uns vermutlich nur die Möglichkeit, eine Gruppe im Claus-Brix-Haus unterzubringen“, erklärte Pastor Christoph Tischmeyer, als Vertreter der Kirchengemeinde Thumby Struxdorf, die mit dem Betrieb des Kindergartens beauftragt ist. Als einzige langfristige Möglichkeit sieht er einen Anbau am Kindergarten.
Der Kindergartenausschuss schlug außerdem eine Erhöhung der Gebühren von Unter-Dreijährigen von 215 auf 240 Euro zum 1. August vor. Die Gebühren für Ü3 Kinder bleiben bei 165 Euro. Alle Vorschläge werden vom Elternbeirat mitgetragen. Sie müssen aber noch von den drei betreibenden Gemeinden beschlossen werden.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*

code