Breitband Schnarup-Thumby: Brennendes Thema

Mit 80 Zuhörern hatte man gerechnet. 180 waren gekommen. Über mangelndes Interesse konnte sich der Breitbandzweckverband Mittelangeln (BZVM) in Schnarup-Thumby wirklich nicht beklagen. Der große Saal des Dörpskrog „Zur Kastanie“ war bei der Informationsveranstaltung zum Glasfaserausbau brechend voll. Selbst auf den Stehplätzen wurde es eng. Und die Bühne wurde zur Zuschauertribüne umgewandelt.„Das Thema ist sehr brennend“, bemerkte Bürgermeister Andreas Bonde in seiner Begrüßung. Denn Schnarup-Thumby sei bei der Breitbandversorgung zu 100 Prozent unterversorgt.
Britta Lang, Vorsitzende des BZV erklärte die Aufgabe ihrer Organisation. „Wir wollen das gesamte Netz komplett selbst finanzieren“, erklärte sie. Dazu sei es notwendig, zur Bedienung der notwendigen Kredite Pachteinnahmen vom Betreiber des Netzes zu erhalten. Dazu benötige man eine Anschlussdichte von mindestens 60 Prozent der Haushalte. Zurzeit sei man dabei, einen Planer für das Netz zu suchen. „Doch spätestens, wenn im nächsten Jahr das Wetter besser wird, wollen wir die Bagger rollen lassen“, gab sie einen Ausblick. Bereits 2019 könnten die ersten Hausanschlüsse gelegt sein. Vermutlich würden bis Ende 2020 der überwiegende Teil der Haushalte versorgt sein.„Wir schließen zu 100 Prozent an, wenn sie es möchten“, erklärte sie
auf die Publikumsfrage. Dieser Anschluss sei kostenlos, sofern er bis zum 30. September 2018 eingegangen sei. Später würden die echten Kosten verrechnet, die nach heutiger Sicht bis zu 1800 Euro betragen könnten. Angeschlossen werde nach Verlauf des Ausbaus, der beim Backbone in Havetoftloit begänne und von dort in östlicher Richtung
fortgeführt werde. Claudia Pelzl vom Betreiber nordischnet erläuterte den technischen Aufbau des Glasfasernetzes und seine Fortführung im Haus. Bestandteil jeden Anschlusses ist die FRITZ!Box als Verteiler.
„Der preiswerteste Anschluss mit einem Download von 200 Megabit pro Sekunde reicht für einen normalen Haushalt aus“, erklärte sie auf Nachfrage. Dabei sei diese Datenrate garantiert und unabhängig von der Anzahl der Benutzer. Bei Bedarf könnten aber auch schnellere Tarife gebucht werden. Während der Übergangszeit, in der man noch eine Vertragsbindung mit dem vorherigen Betreiber abdienen müsse, fielen keine doppelten Gebühren an. Sie verwies auf die Beratungstermine, die in Abstand von zwei Wochen montags von 16 bis19 Uhr im Bürgermeisterbüro stattfinden. Auch würden in den nächsten
Wochen Berater von Tür zu Tür gehen und die Angebote erläutern.

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