Ev. Kita Struxdorf: Das Kita-Jahr geht zu Ende

In diesem Bericht möchte ich zunächst auf das zurückliegende Vierteljahr zurückblicken:
Im April luden die Kinder auch in diesem Jahr zum Großelterntag ein. Dieser Tag ist immer wieder ein Höhepunkt für die Kinder. Wochenlang üben sie und wenn es soweit ist, präsentieren alle stolz ihre Kita und zeigen womit sie gern spielen und mit wem sie hier den Tag verbringen. Es wurde gemeinsam gebastelt, gesungen und geschlemmt. So verbrachten wir eine tolle Zeit miteinander. Und Dank der großzügigen Spenden konnten wir 281,15 € zu Gunsten unseres Spendenkontos einnehmen. Dies machte die Neuanschaffung von Kinderfahrzeugen für unser Außengelände möglich.
Im Mai verbrachten wir eine Woche unsere Vormittage im Wald von Uelsbyholz. Bei bestem Wetter erkundeten wir die Umgebung und spielten ausgiebig im Freien. Wir sammelten Tannenzapfen und kleine Stöckchen aus den wir Mobiles bastelten. Wir fanden Frösche und beobachteten sie ausgiebig. Herr Tischmeyer besuchte uns im Wald und feierte mit uns einen Gottesdienst. Es war ein schöner Moment indem Gottes Schöpfung umso deutlicher in den Vordergrund trat. Zwei Kinder hatten in dieser Woche Geburtstag und eine Geburtstagsfeier im Wald zu erleben, machte allen Spaß. Ins Staunen kamen wir, als Frau Tiettje (Mutter von zwei Kitakindern und Nachbarin des Waldes) uns ein Uhuküken zeigte. So ein Uhuküken ist bereits sehr groß, damit hatte keiner von uns gerechnet. Dieses Tier war von Krähen traktiert worden und offensichtlich von den Eltern allein gelassen. Somit befindet es sich nun in der Obhut von Familie Tiettje, und wir konnten viel lernen über den Umgang mit solch einem Wildtier. Warum es z.B. wichtig ist, dass es nicht an die Hand gewöhnt wird und somit nur mit Lederhandschuhen gefüttert werden darf. Schließlich soll es später, sobald es flügge ist wieder in die Natur zurück finden.
Im Juni und Juli standen mehrere Abenteuer an; so übernachteten wir in der Kita und machten Ausflüge mit unseren größeren Kindern ins Wikingerdorf Haithabu, sowie zum Kräuterhof von Frau Hassbach in Klappholz. Dort lernten wir verschiedene Kräuter kennen und machten eine Kräuterbutter, die auf Vollkornbrötchen köstlich schmeckte. Anschließend durfte jedes Kind eine Kräuterpflanze topfen und mit nach Haus nehmen.
Am Tage unseres Sommerfestes schien die Sonne strahlend vom blauen Himmel. In diesem Jahr stand das Fest unter dem Motto „Märchen“. Wir begannen mit einem Picknick im Garten und danach konnten sich die Kinder und ihre Familien mit unterschiedlichen Spielen, passend zum Motto, vergnügen. So war eine Aufgabe, Sterne mit einem Hemdlein aufzufangen und ein anderes Spiel war die Herausforderung, mit Schwimmflossen einen Parcours zu bewältigen und eine goldene Kugel aus einem Becken zu suchen. Ich bin sicher, dass Ihnen, liebe Leser, das passende Märchen dazu einfällt. Zum Ende dieses bunten Nachmittages führten die Kinder das Singspiel von Dornröschen auf. So stellte das Sommerfest einen runden Abschluss für unsere projektorientierte Arbeit in den vorangehenden Wochen zum Thema Märchen dar.
Nun geht das Kitajahr zu Ende; die Vorschulkinder unserer so genannten Maxies haben wir buchstäblich rausgeworfen und zwar auf eine dicke Matte, direkt vor die Tür, wo sie dann von ihren Familien empfangen worden sind. Danach feierten wir die Verabschiedung mit einem Gottesdienst in der Kirche. Dies war ein sehr bewegender Tag. So begleiteten wir Mitarbeiter die Kinder den Großteil ihres bisherigen Lebens durch die Kitazeit. Und auch wenn wir uns sehr mit den Eltern über die Entwicklung der Kinder freuen und sie der Kita entwachsen, so fällt Abschied nehmen doch etwas schwer. Aber so ist der Lauf der Dinge, auf die Kinder wartet nun die Schule und darauf freuen sich die Kinder sehr.
Auf uns warten bereits neue Kinder, die nach den Sommerferien zu uns kommen werden.
Bereits zu Beginn des Jahres 2018 zeichnete sich ab, dass unser derzeitiges Platzangebot für das neue Kitajahr ab August 2018 nicht ausreichen würde. Sieben Kinder werden in diesem Jahr in die Schule kommen und bereits im Februar hatten wir deutlich mehr Anfragen für Betreuungsplätze. Letztendlich fand sich eine Lösung. Wir werden vorübergehend eine Natur- und Wandergruppe gründen. Diese bekommt zusätzlich das Claus-Brix-Haus in Struxdorf zur Verfügung, um auch z.B. bei schlechtem Wetter Räumlichkeiten nutzen zu können. So können wir nun alle Anfragen erfüllen und bieten somit Platz für 20 Kinder im Alter von 1-3 Jahren und 38 Plätze für alle Kinder über drei Jahre.
Wir Mitarbeiter der Kita erstellten eine Konzepterweiterung und stehen mit Begeisterung hinter dieser Idee. Neue Impulse, Ideen und eine weitaus größere Einbeziehung der Natur für unsere Arbeit empfinden wir als wertvoll und achtenswert. Die Familien haben die Möglichkeit auf einen Wechsel in die Naturgruppe gut angenommen und wir warten nun ganz gespannt auf den Start nach den Sommerferien. Die Frage des Platzausbaus für die Zukunft beschäftigt uns auch weiterhin und somit bewegen wir uns in Vorbereitungen eines Anbaus, der dauerhaft mehr Betreuungsplätze bieten soll.
Zunächst einmal geht es aber in die Ferien und wir wünschen allen Lesern eine schöne Sommerzeit und gute Erholung.
Nadine Henningsen

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*

code