Neues vom Sozialverband OV Satrup: Soziale Rechte



Die schönsten Geschenke kann man nicht in Geschenkpapier einpacken: Liebe, Familie, Freunde, Lachen, Gesundheit und Glücklich sein.

Welche „sozialen Rechte“ muss ich kennen? Wir haben für Sie eine Übersicht erstellt.

Frist für Widerspruch: 1 Monat – Sie sind mit dem  Bescheid einer Sozialbehörde (z. B. Krankenkasse oder Landesamt für soziale Dienste) nicht einverstanden? In diesem Fall haben Sie einen Monat Zeit, um Ihren Widerspruch bei der entsprechenden Behörde einzureichen.

Altersrente: 2 Jahre früher können Sie ohne Abschläge in Altersrentegehen, wenn Sie als schwerbehindert gelten. Ihr Schwerbehindertenausweis alsoeinen GdB von mindestens 50 aufweist.

Lohnfortzahlung: 6 Wochen –  Wenn Sie angestellt sind und erkranken, muss Ihr Arbeitgeber das Gehalt weiterzahlen. Maximal sechs  Wochen, wenn das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen besteht.  Leiden Sie innerhalb von zwölf Monaten wieder an derselben Krankheit, addieren sich die einzelnen Krankheitstage – die Frist von sechs Wochen gilt also über zwölf Monate.

Anschließend muss Ihre Krankenkasse übernehmen.

Krankengeld: Maximal 78 Wochen lang muss Krankengeld gezahlt werden – dabei zählt die Zeit mit, in der Sie Lohnfortzahlung erhalten haben.

Blockfrist 3 Jahre: Erkranken Sie längerfristig an ein- und derselben Krankheit, folgt auf die Lohnfortzahlung das Krankengeld. Doch was geschieht, wenn auch das Krankengeld ausläuft, wenn Sie „ausgesteuert“ werden? Erst nach Ablauf einer Blockfrist von drei Jahren können Sie für diese Krankheit wieder Geld von der Krankenkasse bekommen.

Gleichstellung Schwerbehinderung: GdB von 30 – Sie haben eine Behinderung und im Behindertenausweis ist nur ein Grad der Behinderung (GdB) von 30 vermerkt? In diesem Fall können Sie unter Umständen bei der Bundesagentur für Arbeit eine Gleichstellung beantragen. Voraussetzung ist, dass die Arbeitsstelle einen Umfang von mindestens 18 Stunden in der Woche hat. Kurzzeitige Jobs unter acht Wochen reichen für eine Gleichstellung nicht aus. Eine Gleichstellung ist demnach immer mit dem Arbeitsplatz verbunden. Der Antrag bei der Arbeitsagentur ist formlos zu stellen. Wenn die Agentur Ihren Antrag auf Gleichstellung annimmt, erhalten Sie besonderen Kündigungsschutz.

Wenn Sie bereits einen Job haben, dieser aber durch Ihre Behinderung gefährdet ist, sollten Sie in jedem Fall mit der Bundesagentur für Arbeit Kontakt aufnehmen. Wenn Sie zurzeit arbeitslos sind, müssen konkrete Hinweise vorliegen, damit eine Gleichstellung gewährt werden kann.

Früher in Rente: GdB von 50 – Wenn Ihr Grad der Behinderung (GdB) mindestens 50 beträgt, gelten Sie als schwerbehindert und können früher ohne Abschläge in Rente gehen und erhalten im Angestelltenverhältnis mehr Urlaubstage.

Gelber Parkausweis: 100 Meter weit ist die maximale Strecke, die Betroffene selbstständig zurücklegen können dürfen, um in Schleswig-Holstein den gelben Parkausweis zu beantragen. Zusätzliche Voraussetzungen: ein Grad der Behinderung (GdB) von 70 und das Merkzeichen „G“.

Entlastungsbetrag Pflegekasse: 125 Euro beträgt der monatliche Entlastungsbetrag der gesetzlichen Pflegekassen. Sie bekommen ihn bei Vorliegen eines Pflegegrades – allerdings nur wenn die betroffene Person zu Hause gepflegt wird. Eingesetzt werden kann der Entlastungsbetrag zum Beispiel für die Bezahlung von Tagespflege oder anderen Hilfen in der Freizeit.

Schonvermögen: 5000 Euro  beträgt die Grenze des „Schonvermögens“, wenn Sie Grundsicherung nach dem SGB XII beantragen müssen. Mit anderen Worten: Wenn Sie mehr angespart haben, müssten Sie einen Teil dieses Geldes zunächst verbrauchen.

Pflegegrade: 5 Pflegegrade haben zum Beginn des Jahres 2017 die früheren drei Pflegestufen abgelöst. Wie genau diese vom Medizinischen Dienst (MDK) erfasst werden, lesen Sie in dem kostenlosen Pflegetagebuch.

Beitrag SoVD: 72 Euro beträgt der Jahresbeitrag im Sozialverband Schleswig-Holstein für einzelne Mitglieder, also sechs Euro monatlich. Partnerbeitrag mtl. je neun Euro, Familienbeitrag mtl. zehn

Euro.  Der Sozialverband Deutschland hilft in sozialenAngelegenheiten. Der SoVD vertritt seine Mitglieder  bis zum Sozialgericht, unter anderem bei Auseinandersetzungen rund um das Thema Rente und Behinderung. Im Ortsverband Satrup leistet Ruth Christiansen Schreibhilfe und hilft beim Ausfüllen von Formularen. Termine: 04633-1577. Im Januar 2019 fällt das Frühstück aus.

Wir wünschen allen Mitgliedern, ihren Familien undFreunden des Sozialverbands eine besinnliche Adventszeit und entspannte, frohe Festtage, einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr!

Herzliche Grüße vom Vorstand!

Erna Anstett

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