Adventsbasar in Ekebergkrug: Dreißig Jahre zurückgeblickt

Es sind in diesem Jahr wieder viele Besucher zu unserem Basar gekommen. Bewohner, Betreuer, Nachbarn und Interessierte, genossen und spürten die besondere feierliche und friedliche Atmosphäre, die selbst auch uns immer wieder überwältigt. Claus Kuhl spricht von „einem Geheimnis dieses besonderen Basars“ (SN 11.12.18).

Das soll auch beim ersten Basar so gewesen sein, damals in Thumby im ehemaligen Truelsen Haus 1988, also vor 30 Jahren, als es weit und breit Ähnliches noch gar nicht gab. Das nahm Erika Fürst zum Anlass, dieses am Nachmittag des Basars öffentlich kurz zu erwähnen. Dass daraus dann mehr Worte wurden, lag daran, dass sie wenige Tage vorher im Kieler Landtag war. Dort gab es ein Symposium, wobei es um Gewalt, Misshandlungen, sexuellen Missbrauch und Medikamentenversuche und ­missbrauch an Menschen mit und ohne Behinderungen ging, die früher in Landeseinrichtungen  und Heimen untergebracht waren. Besonders war die Rede von dem ehemaligen Landeskrankenhaus (LKH) Hesterberg in Schleswig.

Erika Fürst stellt, nicht nur sich, sondern allen immer wieder die Frage nach dem „Warum“ dieses Elend Besonders leidvoll bedrängt sie immer wieder die Frage, warum damals und in der Zeit danach niemand Entscheidendes gesagt und vor allem getan hat. Sie selbst hat vor über 40 Jahren Jugendliche dort herausgeholt, bei sich zu Hause aufgenommen und dann mit viel Liebe, Überzeugungskraft und Entschlossenheit zunächst einen Pflegestellenverbund und dann diese Einrichtung gegründet. So hat sie mit vielen hilfreichen und unterstützenden Menschen an ihrer Seite ihnen ein Leben, eine Entwicklung ermöglicht, welches von viel Freiraum, Förderung und Selbstbestimmung bis zum heutigen Tag geprägt war und ist.

Viele unserer Menschen können sich noch gut an das Elend in Schleswig erinnern und wir sind uns sicher, dass es ihnen heute besser geht als jemals zuvor in ihrem Leben.

Wir sind eine kleine Einrichtung mit viel Individualität und leben friedlich, besinnlich und gemütlich miteinander – und das fühlt sich richtig und gut an.

Allen unseren lieben Mitmenschen, die uns zu unseren Festen besuchen und uns auch sonst wohlgesonnen sind, wünschen wir ein friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2019, in dem wir uns hoffentlich alle wiedersehen.

Alle Menschen der Sozialtherapeutischen Einrichtung Ekebergkrug

Sabine Bauer

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