Alter Gasthof Ekebergkrug abgebrannt – 120 Feuerwehrleute im Einsatz

Sieben Feuerwehren mit etwa 120 Feuerwehrleuten verbrachten die Nacht von Samstag auf Sonntag (9./10. März) in Ekebergkrug um das Feuer im ehemaligen Krog zu löschen und die umliegenden Häuser zu schützen.

Nach der Alarmierung um 2.21 Uhr trafen die Feuerwehren Struxdorf, Schnarup-Thumby, Böklund und Ekeberg ab 2.30 Uhr an der Einsatzstelle ein und mussten feststellen, dass der Nebeneingang der ehemaligen Gastwirtschaft in Flammen stand. Der sofortige Innenangriff unter Atemschutz schien zunächst Erfolg versprechend zu sein. Leider hatte sich das Feuer aber bereits weiter ausgebreitet, sodass Einsatzleiter Marco Rix (Ortswehrführer der FFW Struxdorf) über die Leitstelle Nord weitere Atemschutzgeräteträger/innen anforderte. Inzwischen war der Innenangriff zu gefährlich geworden; die Löscharbeiten von außen konnten wegen der starken Rauchentwicklung aber auch nur unter Atemschutz durchgeführt werden. Es traf Verstärkung aus Stolk, Süderfahrenstedt und Uelsby ein. Auch der Container der Kreisfeuerwehrzentrale war unterwegs – mit weiteren Atemluftflaschen und Schlauchmaterial. Inzwischen stand das Gebäude unter Vollbrand, an eine Rettung war nicht mehr zu denken. Jetzt ging es darum, eine zu große Hitzeentwicklung zu vermeiden, die umliegenden Gebäude zu schützen und das Feuer möglichst rasch zu löschen. Dies gestaltete sich allerdings schwierig, weil das Dach mit bitumenhaltiger Dachpappe gedeckt war. So wurde die Drehleiter aus Schleswig nachgefordert, die um kurz nach 4.00 Uhr morgens eintraf und den Brand von oben bekämpfen konnte. Schließlich wurde der örtliche Abrissunternehmer alarmiert, der mit seinem Bagger die Hauswand einreißen sollte, um an den Brand ranzukommen. So gelang es endlich gemeinsam, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und um ca. 6.30 Uhr „Feuer aus“ zu melden. Mitglieder der Feuerwehren Ekeberg und Struxdorf blieben in Schichten als Brandwache vor Ort, um immer wieder kleinere Glutnester zu löschen. Um 17.00 Uhr musste noch eine Hauswand eingerissen werden, um das letzte kleine Feuer endgültig zu löschen.

Dieser Einsatz war für den Einsatzleiter eine besondere Herausforderung. Er hatte nicht nur die Löscharbeiten einzuteilen und zu verantworten, sondern auch 7 Feuerwehren und die Drehleiter zu koordinieren. Er war ebenso der Ansprechpartner für Rettungsdienst und Polizei, entschied über die Nachalarmierungen, forderte Verpflegung an und wurde über alle Tätigkeiten und Geschehnisse an der Einsatzstelle informiert.

Auch die Atemschutzgeräteträger/innen waren außerordentlich gefordert. Einige waren drei Mal in dieser Nacht unter Atemschutz im Einsatz, was eine sehr große körperliche Belastung bedeutet. Die Atemschutzüberwachung musste mit allen Funkkontakt halten und den Druck in den Atemluftflaschen überprüfen. Es wurden insgesamt 56 Flaschen Atemluft verbraucht, also waren 56-mal Personen ca. 20 Minuten im Einsatz unter Atemschutz – das sind über 18 Stunden.

Die „einfachen“ Feuerwehrleute hatten auch zu tun: die Wasserversorgung über teils sehr weite Strecken aufbauen und sicherstellen, den Autoverkehr umleiten, Geräte zur Verfügung stellen, nachrückende Wehren einweisen, Personen betreuen usw. Anfangs fand dies alles bei sehr starkem Wind statt, es gab Regen- und Hagelschauer. Zum Glück beruhigte sich das Wetter gegen Morgen.

Und dankenswerter Weise wurden die Einsatzkräfte nachts von vielen Nachbarinnen und Nachbarn mit Getränken und belegten Broten versorgt. Die Logistikgruppe der Johanniter Unfallhilfe hat am frühen Morgen die Frühstücksversorgung aller Einsatzkräfte übernommen.

Das Feuer war einer der größten Einsätze der FFW Struxdorf,  Wir danken allen Kameradinnen und Kameraden der beteiligten Feuerwehren, dem Rettungsdienst und der Johanniter Unfallhilfe für ihren Einsatz und die reibungslose Zusammenarbeit.

Der Vorstand der FFW Struxdorf

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