Schnarup-Thumby und Struxdorf: Totengedenkfeiern

Totengedenkfeier in Struxdorf

Anders als sonst üblich verliefen in diesem Jahr die Totengedenkfeiern in Schnarup-Thumby und Struxdorf. Da die Thumbyer Sankt Johannes Kirche zurzeit für das Publikum gesperrt ist, fand nur ein gemeinsamer Gottesdienst für beide Dörfer am Totensonntag in der Sankt Georgs Kirche von Struxdorf statt. Die Angehörigen der im letzten Jahr Verstorbenen hatten Gelegenheit, für diese eine Kerze anzuzünden. Falls dies nicht erwünscht oder nicht möglich war, übernahm Pastor Christoph Tischmeyer diese Aufgabe. In seiner Predigt versuchte er den Anwesenden die Angst vor dem Tod zu nehmen. Er verglich ihn als „enge Pforte“ mit der Geburt. In beiden Fällen eröffne sich aber nach der schmerzlichen Phase eine neue, prachtvolle Welt mit erstaunlichen Möglichkeiten. Im Anschluss an den Gottesdienst, der musikalisch von der Chorgemeinschaft Thumby-Struxdorf begleitet wurde, legten Kirchengemeinde und Kommune Struxdorf Kränze am Ehrenmal nieder. Bürgermeister Dieter Thiesen erinnerte daran, dass vor 80 Jahren der zweite Weltkrieg begann. „Aber auch heute noch gibt es Krieg und Gewaltherrschaft“, stellte er fest. Man solle bedenken, dass man in einer funktionierenden Demokratie lebe mit großen individuellen Rechten. „Sucht die friedliche Auseinandersetzung und erhaltet damit die Demokratie“, rief er den Besuchern zu. Danach spielte eine Abordnung des Feuerwehrmusikzugs Westerakeby „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Anschließend wurden auch in Schnarup-Thumby Kränze der Kirchengemeinde und der Kommune niedergelegt. Hans Rudolf Sacht vertrat dabei den Bürgermeister. Er forderte dazu auf, Opfern von Krieg, Flucht und Gewalt zu gedenken. Toleranz, Zuhören und gehört werden, empfahl er als Königsdisziplinen zum Erhalt der Demokratie.

Claus Kuhl

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