27. Boßelturnier in Struxdorf: Neuerungen schon am Start

Das 27. Boßelturnier von Struxdorf wartete mit vielen Neuigkeiten auf. Noch immer ist es mit 44 Mannschaften und 264 Teilnehmern eine der größten Veranstaltungen dieser Art oberhalb des Kanals. Doch in der Organisation fand ein Generationenwechsel statt. Lars Fiering, Mareike Simonsen, Mailin Gorr, Lennard Gorr, Ronja Lund und Hinnerk Petersen waren schon mehrere Jahre lang an der Planung und Durchführung beteiligt. „Wir finden, es ist eine tolle Veranstaltung, an der Jung und Alt, Mann und Frau gleichermaßen Spaß haben“, erklärte Fiering sein Engagement. „Aber wir wollen auch etwas frischen Wind in das Turnier bringen“, verriet Simonsen. Die erste Neuerung erwartete die Teilnehmer bereits am Start, der durch ein kräftiges „Hau Rin“ eingeleitet wird. Denn hier erhielt jede Gruppe einen Müllsack, in dem etwaige Relikte auf der Strecke eingesammelt werden sollten. Und im nächsten Jahr ist es Pflicht, ein eigenes Schnapsglas mitzubringen, um die Umwelt nicht mit Wegwerfgläsern zu belasten. Die 6,4 Kilometer lange Strecke führte traditionell durch die Struxdorfer Ortsteile Bellig, Rabenholz, Arup und wieder zurück ans Schützenhaus von Hollmühle. Am Klärwerk wurden die Teilnehmer von den Pfadfindern mit Wurst, Kakao und Kaffee verpflegt. Und auch in Arup war bei Georg Lass wie immer eine Raststation eingerichtet. Am Ziel erwartete die Boßler eine Suppe. Die tat nach mehrstündigem Nieselregen besonders gut. 38 Mannschaften schafften es in die Wertung. Und zwei Kugeln gingen auf der Strecke verloren. Für die Siegerehrung hatte sich das junge Team etwas Besonderes ausgedacht. Sie fand am Abend in Dörps- un Schüttenhuus mit einem Discjockey statt. Schon vor der Prämierung tönten Schlachtgesänge durch den Saal und die „Rosa Laterne“ für die Letzten wurde genauso bejubelt wie die Sieger. Das waren in diesem Jahr „Alle Lampen An“, eine Mannschaft die auf der Familie „Lamp“ gründet. Sie hatten die Strecke mit 92 Würfen geschafft und erhielten als Preise Vogelhäuser und handgeschmiedete Pflanzstäbe. Und alle waren sich sicher: Im nächsten Jahr sind sie wieder dabei.
Claus Kuhl

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