Was war wo in Schnarup-Thumby? Seid dabei bei einer lebendigen Zeitreise!

Wenn man durch unser Dorf geht oder fährt, fällt einem noch bei manchen Häusern auf, dass in ihnen früher einmal Handwerk oder Gewerbe beheimatet waren. Der Schriftzug an der ehemaligen Tischlerei Petersen und die Beschriftung an der Alten Stellmacherei weisen auf solches hin. Bei anderen Gebäuden kann man durch ihre Bauweise erahnen, dass sie ursprünglich nicht als reines Wohnhaus gebaut worden waren. Und beispielsweise die Meierei oder die Mühle sind durch Straßenbezeichnungen verewigt, wenn sie auch leider selbst nicht mehr das Ortsbild prägen. Aber man macht sich trotzdem keinen Begriff davon, dass man noch vor nicht allzu langer Zeit für sämtliche Bedürfnisse des täglichen Lebens im Dorf gut versorgt war.
Vielerorts waren Wohnen und Arbeit vereint und es pulsierte ein lebendiges Dorf(geschäfts)leben. Auf dieses Thema kamen einige Teilnehmer der öffentlichen Kulturausschuss-Sitzung zum Thema des Dorfjubiläums zu sprechen, und uns kam der Gedanke, dieses Stück Dorfgeschichte währen des Jubiläumsjahres 2020 im Dorf für alle sichtbar zu machen. Die Idee: Möglichst vielen Gebäuden in Schnarup-Thumby wieder ihre frühere Nutzung zuzuschreiben und dies für alle sichtbar mit Schildern zu zeigen. So können wir Einwohner, aber auch Durchreisende und Gäste, einen Blick zurück auf die beiden Dörfer werfen, die vor 50 Jahren zu Einem wurden. Besonders interessant ist natürlich, wie die Nutzung im Jahre 1970 war. Aber auch früher beendete Betriebe kenntlich zu machen, dürfte spannend für das Gesamtbild sein. Wie ist das also mit dem Schild gedacht? Bloß nicht zu kompliziert! Ein Holzbrett nehmen, nicht zu klein. Mit etwas wetterfester Farbe darauf schreiben, WAS hier im Haus oder auf dem Grundstück war (z.B. Schlachterei, Post, Landwirt, Schmied, Arzt…) Das Ganze für alle gut sichtbar bei sich anbringen, im Vorgarten, am Gartenzaun oder an der Hauswand. So wie es damals der Geschäftstreibende für seine Kundschaft wohl auch getan hat. Man kann auch noch kenntlich machen, BIS WANN der Betrieb da war (Jahr der Schließung/Aufgabe). Oder schreibt davor „Hier war 1970 …“ Wir wollen ja nicht, dass bei besonders einladenden Schildern demnächst Finanzbeamte wegen der Gewerbesteuer oder hungrige Brötchenkunden klingeln.
Aufgerufen sind ALLE, die in Schnarup-Thumby wohnen. Und natürlich auch in den Ortsteilen, warum nicht? Auch hier gab es ja
eigene Gasthöfe, Meiereien usw. Wer ganz viel Glück hat, und ein altes Foto des Betriebes besitzt, kann dies kopieren und laminieren und mit anbringen. Und wenn man gar nicht weiß, was bei einem im Gebäude oder auf dem Grundstück früher war? Einfach mal rumfragen! Eine ganze Menge Mitbürger erinnern sich sehr gut an 1970. Und auch wenn es länger zurückgehen soll, leben noch so einige im Dorf, die man fragen kann. Und dann gibt es ja auch noch die Chroniken des Amtsbereichs, in denen man z.B. in der Bücherei Satrup nachlesen kann. Bei Fragen zur Umsetzung darf man sich gern an mich wenden.
Die Aktion startet ab sofort und die Schilder sollen am liebsten das ganze Jahr über halten. Also seid dabei und erzählt es weiter, dann wird es eine tolle lebendige Zeitreise in das geschäftige Schnarup-Thumby von damals! Wir dürfen gespannt sein!
Hella Hansen-Olizeg

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