Bernstorff-Gymnasium Satrup: Schule trotz Corona

Seit dem 11. Mai durfte meine Klasse wieder zur Schule, zwar erstmal nur einmal pro Woche, aber selbst das war ein riesiger Fortschritt für uns. Wir waren so unglaublich froh, endlich wieder zumindest an einem Tag in der Woche so etwas wie einen Schulalltag zu haben. Corona hatte uns nämlich das Gefühl von Normalität genommen und wir waren irgendwie erlöst, dass wir uns wenigstens zeitweise ein bisschen normal fühlen konnten, jedenfalls so weit, wie es ging. Es fühlte sich dann doch etwas komisch an, wieder in der Schule vor den Lehrern zu sitzen und Unterricht zu bekommen. Innerlich aber dachte ich mir die ganze Zeit nur „endlich wieder“. Es war wie das Gefühl, seinem Ziel wieder näher zu kommen, man war so erleichtert, eine Hürde weniger zu haben.
Aber ganz ehrlich: Man muss sich erst wieder an den neuen Alltag in der Schule gewöhnen. Es hat sich nämlich doch so einiges verändert. Man darf zum Beispiel nur das Gebäude betreten, in dem man auch tatsächlich Unterricht hat. Die anderen Gebäude dürfen nicht einmal als Durchgang benutzt werden. Außerdem muss man vor dem Gebäude warten, bis der unterrichtende Lehrer im Raum ist und die Anwesenheit kontrollieren kann. Beim Eintritt in das Gebäude wird man dann gefragt, in welche Klasse man geht, in welchen Raum man soll, ob man gesund ist und so weiter. Und man muss sich natürlich immer wieder gründlich die Hände desinfizieren. Sobald man das Gebäude betritt, geht man auf dem direkten Weg in den Unterrichtsraum und auch streng auf der rechten Seite, um den Abstand zu eventuell entgegenkommenden Personen zu wahren.
Im Klassenraum wird dann nochmal die Anwesenheit geprüft und die Gesundheit jedes Einzelnen abgefragt, bevor der Unterricht endlich startet. Die Fächer Englisch, Mathe, Deutsch und das gewählte Profilfach (in meinem Fall Geschichte) werden unterrichtet. Um alle diese Fächer mal zu haben, ändert sich immer wieder der Stundenplan, da man manchmal auch nur zwei Fächer pro Tag schafft.
Seit dem 2. Juni haben wir nun zweimal pro Woche Unterricht. Dadurch werden wir jetzt sogar auch wieder in Nebenfächern unterrichtet, die nächstes Jahr für uns im Abitur prüfungsrelevant werden könnten. Dazu gehören Geographie, Biologie, Wirtschaft & Politik und in anderen Klassen natürlich auch Geschichte.
Zwar erleben wir immer mehr Unterricht und Schule, aber es ist noch lange kein Vergleich zum „normalen Schulalltag“. Den werden wir hoffentlich bald wieder erleben können. Mit allen Fächern, Lehrern, Schülern, in allen Räumen, frei beweglich und mit viel Gemeinschaft. Denn dies zeichnet uns und unsere Schule aus: Gemeinsam lernen, gemeinsam leben – aber auch diese Zeit durchstehen wir trotz der Krise auch irgendwie gemeinsam.
Also drückt uns die Daumen, denn wir wollen endlich unser Schulleben zurückhaben und positiv und mit neuer Kraft in das nächste Schuljahr starten, das für meine Klasse dann auch schon das letzte sein wird.
Sophia V. Klein, U1B

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