Ausstellung in Struxdorf: Deutsch-dänisches Kunstprojekt

Eine Wanderausstellung mit einem deutsch-dänischen Kunstprojekt wurde jetzt in Struxdorf eröffnet. 1920 wurden die Grenzen zwischen Dänemark und Deutschland neu gezogen. Was so nüchtern klingt, war tatsächlich für die Menschen während der Volksabstimmung vor 100 Jahren eine hochemotionale Entscheidung. Die Ausstellung soll zeigen, dass Grenzen überwunden werden können, dass mehr die Menschen verbindet als trennt.
Dänische und deutsche Künstler stellten paarweise künstlerisch dar, was „Begegnungen im Grenzland“ für sie bedeutet. Die bildenden Künstler gingen völlig frei an das Thema heran, interpretierten es auf ihre eigene Art, wurden dabei begleitet von Schriftstellern aus dem jeweilig anderen Land. Sie stellten sich die Frage, was besonders im deutsch-dänischem Grenzland ist und was dieser Landstrich bedeutet.
Projektleiter Lars Waldemar kommentierte die Zusammenarbeit so, dass es nicht um dänische und deutsche Künstler, sondern um Künstler aus Dänemark und Deutschland geht. Dies mag in der Aussage zunächst gleich wirken, aber die Kunst stehe im Vordergrund und nicht die Nationalität der Künstler.
Ein Exponat zeigt diverse Erdproben aus Dänemark, aus Deutschland und von gemeinsamen ehemaligen Schlachtfeldern. Dem Betrachter fällt sofort auf, wie sehr sich die Proben ähneln und das ist auch die Aussage des Künstlers. Die Erde sieht hier und dort gleich aus und auch der damals Blut getränkte Boden sieht aus wie das Land hier und dort.
Die Wanderausstellung kann in Struxdorf, Bellig 4 noch bis zum 6. September besucht werden. Öffnungszeiten finden nach Vereinbarung statt. Kontakt: Telefon 0 46 23 / 75 03, info[at]anka-und-anders.de.
Frank Herch

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