Gemeindevertretung Schnarup-Thumby: Glasfaserausbau vorübergehend gestoppt

Der schon auf dem letzten Termin von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) beantragte Radweg war erneut Thema der Gemeindevertretersitzung von Schnarup-
Thumby. Der Radweg soll entlang der Kreisstraße 27 vom Ortsteil Thumby nach Köhnholz zur Einmündung Rüder Straße angelegt werden. Der 2,3 Kilometer lange und zwei Meter breite Weg wird nach ersten Schätzungen 460 000 Euro kosten. Die Anlage kann von Kreis und Land mit bis zu 75 Prozent gefördert werden. Im günstigsten Fall läge der Gemeindeanteil dann bei 115 000 Euro. Doch bis dahin sind einige Hürden zu nehmen. „Der Radweg muss nicht nur wünschenswert sondern auch erforderlich sein“, führt die FWG in ihrem Antrag aus. Dabei reiche es nicht, dass dieses Straßenstück notwendig ist, um Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen, Fachärzte, Apotheken, Banken, Sportstätten, Polizeistation und mehrere Lebensmittelmärkte zu erreichen. Sondern es muss auch eine Verkehrsdichte- und Unfallstatistik vorgelegt werden. Da man sich über die Randbedingungen dieser Statistiken nicht im Klaren war, wurde das Amt Mittelangeln beauftragt, dazu konkrete Angaben zu ermitteln. Vor allen Dingen soll geklärt werden, ob die Verkehrsbeobachtungen auch durch hausinterne Kräfte durchgeführt werden können. Bürgermeister Andreas Bonde berichtete, dass die Verlegung der Leerrohre für den Glasfaserausbau vorübergehend durch die Berufsgenossenschaft gestoppt wurde. „Es wurden verschiedene Vorschriften nicht eingehalten und Auflagen nicht erfüllt“, konkretisierte er. Doch sei geplant, die Arbeiten umgehend wieder aufzunehmen. Er gab bekannt, dass ab März 2021 mit dem Einblasen der Glasfasern begonnen werde. Ein Abschluss dieser Arbeiten ist für November 2021 vorgesehen. Über die konkreten Anschlusszeiten konnte er keine Auskunft geben. Finanzausschussvorsitzende Edith Westphal gab den Jahresabschluss 2018 bekannt. Dabei ergab sich ein Überschuss von 114 000 Euro. Davon werden 33 000 Euro der Ergebnisrücklage und 81 000 Euro der allgemeinen Rücklage zugeführt. Diese steigt dadurch auf 422 000 Euro an. Die Ergebnisrücklage klettert auf 113 000 Euro. „Es ist gut, in der Ergebnisrücklage einen Puffer zu haben, mit dem wir Fehlbeträge ausgleichen können“, erläuterte Westphal die Notwendigkeit dieser Einrichtung.
Der Wasserbeschaffungsverband Thumby beabsichtigt, die Wasserleitung Rüder Straße/Klaholz zu sanieren. Auf dem zu erneuernden Leitungsweg befinden sich zwei funktionsfähige aber ältere Hydranten, deren Erneuerung in diesem Zuge sinnvoll wäre. Da die Gemeinde für die Sicherstellung des Brandschutzes zuständig ist, beschloss die Gemeindevertretung, die Kosten der Erneuerung in Höhe von maximal 3800 Euro zu übernehmen.
Kulturausschussvorsitzender Otto Bartsch berichtete, dass der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Ulrich Barkholz an einem Buch über die Geschichte Schnarup-Thumbys mit bekannten und neuen Texten arbeite.
Die nächste Sitzung der Gemeindevertretung soll am Donnerstag, 22. Oktober, um 19.30 Uhr stattfinden.
Claus Kuhl

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