Breitband Breitband über alles: Unangenehme Nebeneffekte

Grundsätzlich sind wohl alle Bürger froh, dass die Arbeiten beim Breitbandausbau vorangehen. Dass dabei einmal ein Gehweg oder eine Hofeinfahrt kurzfristig nicht genutzt werden kann, wird auch größtenteils akzeptiert.
Doch gibt es einige Randbedingungen, die man so kaum hinnehmen kann. Indiskutabel ist die Situation am Dörpskrog von Schnarup-Thumby. Hier wird die Fahrbahn bereits seit Wochen durch Sperrschilder verengt. Und der Fußgängerweg ist komplett gesperrt. Jeder Fußgänger – ob allein oder zu zweit, mit Hund, Rollator oder Kinderwagen muss dort auf die Fahrbahn, auf der es schon zwei Autos schwer haben, aneinander vorbei zu kommen. Besonders Gefahr bringend kommt hinzu, dass sich auch viele Schulkinder in der Morgendämmerung dort hindurchquetschen müssen. Die verantwortlichen Stellen sollten bemüht sein, diesen Gefährdungspunkt möglichst bald zu beseitigen.
Auf einen anderen unangenehmen Ne­ben­effekt weist Willy Koch aus Schnarup hin. Im Ortsteil wurde bereits an mehreren Stellen die Straße unterquert. Diese Unterquerung muss nach Auskunft der Bauaufsicht 80 Zentimeter unter der Asphaltdecke erfolgen. Koch hat aber beobachtet, dass dies mindestens an einer Stelle bei 40 Zentimeter oder sogar bei 30 Zentimeter erfolgte. An diesen Stellen hat sich der Asphalt so stark gewölbt, dass diese Wölbung beim Überfahren zu spüren ist. An einigen Stellen ist die Asphaltdecke auch gerissen.
Koch hat jetzt Bedenken, dass diese Stellen nicht ordnungsgemäß instandgesetzt werden. „Wenn Wasser eindringt, werden sich diese Risse erweitern“, prognostiziert er. Und er befürchtet, dass dann die Gemeinde auf den Kosten sitzen bleibt, die auf jeden Fall in den fünfstelligen Bereich gehen werden. Eine Auskunft bei den polnisch sprechenden Arbeitern war darüber nicht bekommen. Koch rügt in diesem Zusammenhang die Bauaufsicht. „Auch bei großer Baustellenzahl müssten ständig die laufenden Arbeiten auf Einhaltung der Vorgaben überprüft werden“, verlangt er.
Das Foto zeigt Willy Koch bei der Vermaßung eines Asphaltrisses vor seinem Betrieb in Schnarup.
Claus Kuhl

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