De Thumbyer Theaterspeeler: Was tun ohne Proben und Aufführungen?

Was macht eine Theatergruppe, wenn sie nicht proben oder aufführen kann? Also, nicht so richtig jedenfalls.
Das letzte Stück „Bi Hitt is dat tominnst nicht koolt“ haben wir insgesamt 17(!) mal gespielt und sind damit quer durch Angeln und darüber hinaus getingelt. Über unsere Heimatbühne im „Dörpskroog“ hinaus waren wir auch in Dammholm, Handewitt, Streichmühle, Wallsbüll, Esgrus, Langballig, Fockbek, Freienwill, Böel, Sörup und Satrup. Wir haben insgesamt eine tolle Resonanz erfahren, viele spannende Orte kennen und schätzen gelernt. Aber wir sind auch an unsere Grenzen gestoßen. Eine Aufführung bedeutet, dass neue Spielorte vorher nochmal besichtigt werden mussten um die technischen und örtlichen Rahmenbedingungen abzuschätzen. Dann mehrere Stunden Bühnenaufbau, die eigentliche Aufführung, dann Bühnenabbau und alles im Anhänger verstauen. Wir hatten das Glück, dass wir den beladenen Anhänger oftmals in der Halle von Georg/Hendrik Lorenzen unterstellen konnten. Vielen Dank!!! Das hat dann jeweils einmal Be- und Entladen und einige Treppenstufen in der Alten Schule gespart. Insgesamt haben wir alle sehr viel Zeit investiert. Im November war jedes Wochenende und so mancher Wochentag dazwischen mit Theater voll. So etwas geht nur, wenn da ein richtig tolles Team zusammenarbeitet!
Bei unseren Planungen für ein neues Stück haben wir dann beschlossen, dass wir die Zahl unser Spielstätten reduzieren müssen. Damit wir an den Spielorten die einmal aufgebaute Bühne für mehrere Aufführungen nutzen können. Das würde sehr viel Arbeit sparen. Heißt aber auch für unsere Veranstalter, dass wir die Termine und Spielorte darauf abstimmen müssen.
Ein neues Stück ist auch in Arbeit: Ein Krimi rund um Agatha Christie in plattdeutscher Uraufführung. Und dann kam der März 2020 und diese Sache mit C….19.
Mittlerweile proben wir wieder, das heißt wir bearbeiten den Text und die Rollen mit Abstand und gucken, wie sich alles entwickelt und wir weitermachen können. Und sind froh, wieder mitein­ander zu tun zu haben! Ein Premierentermin steht bereits fest: Der 6. und 7. November 2021(!) im „Dörpskrog“. Danach noch Aufführungen bei „Tante Anne“. Weitere Termine sind in Planung, ist aber alles ja noch eine ganze Zeit hin. Aber wir freuen uns jetzt schon darauf! Ach ja, und dann liegt ja auch der fertige Theatersketch für das 50jährige Dorfjubiläum in der Schublade. Mal seh‘n, wann dieser zur Premiere kommt.
Jann Rothberg

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