Aus dem Herzen: Herbstverkehr

Der größte Vorteil der Zeitumstellung im Herbst ist, dass man morgens eine Stunde länger schlafen kann. Der größte Nachteil besteht darin, abends erst zur Dämmung oder im Dunkeln nach Hause zu kommen. Wer dann nach einem Tag im Büro noch frische Luft auf einem Spaziergang schnappen will, sollte besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Darauf wies Schnarup-Thumbys Bürgermeister Andreas Bonde zum Abschluss der letzten Gemeindevertretersitzung hin. Denn ihm begegnen bei seinen regelmäßigen abendlichen Runden oft Fußgänger. Diese sind häufig wegen dunkler Kleidung auf unseren unbeleuchteten Straßen fast unsichtbar.
Abhilfe schaffen hier Reflektoren, die um die Beine gelegt werden oder aus der Tasche herausbaumeln. Auch Warnwesten, die in jedem Auto vorhanden sein sollten, geben Sicherheit. Dass Radfahrer bereits ab Dämmerung mit Licht fahren, ist hoffentlich selbstverständlich. Besondere Aufmerksamkeit muss Hunden gegeben werden. Auch sie sollten Reflektoren oder Schutzwesten tragen. Denn bei einer Begegnung mit einem Autofahrer sollten nicht nur die Herrchen und Frauchen sondern auch ihre vierbeinigen Freunde möglichst unverletzt bleiben. Einige Hundebesitzer gehen so weit, ihren Vierbeinern zusätzlich ein LED-Blinklicht mitzugeben. „Dann weiß ich immer, wo sich mein Hund gerade herumtreibt“, verrät Hans-Jürgen Thomsen (Foto). Sein Zwergdackel „Tommy“ wäre auch sonst zu leicht zu übersehen.
Auch will ich noch auf ein Gefährt hinweisen, das uns allen besonders am Herzen liegen sollte: den Kinderwagen. Denn üblicherweise ist ein modernes Exemplar in gedeckten Farben gehalten und fällt einem entgegenkommenden Autofahrer erst in wenigen Meter Entfernung auf. Hier bringen Reflektoren als Anhänger oder Aufkleber Abhilfe.
Zum Schluss möchte ich mich an alle Autofahrer wenden: „Bitte fahrt in dieser dunklen und undurchsichtigen Jahreszeit besonders vorsichtig!“ Denn es sind nicht nur Menschen auf den Straßen. Das Wild hat durch die Ernte seine üblichen Rückzugsräume verloren und sucht nach neuen. In diesem gestressten Zustand sind Rehe und Hasen besonders geneigt, hektisch zu flüchten und dabei auch auf die Straße zu rennen. Und Igel suchen auf den warmen Straßen nach Futter für ihren Winterspeck.
Doch egal, ob Sie einen dieser Tipps anwenden oder sogar ein besseres Konzept haben: Kommen Sie sicher und heil durch die dunkle Jahreszeit.
Claus Kuhl

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*

code