Kirchliche Nachrichten November 2020

Kirchenbüro Angeln-Süd:
Ilka Lausen, Pastoratsweg 3, Tolk,
Tel.: 04622 – 2254, Fax: 04622 – 2245,
kirchenbuero[at]angeln-sued.de Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi + Fr von 9.00 – 11.00 Uhr / Donnerstag von 15-17.00 Uhr
Pastor Christoph Tischmeyer, Tel. 04623 – 380, christophtischmeyer[at]gmx.de

Moin & Guten Tag! Ich bin zurück! Und das gerne!
Seit dem 1. November bin ich, nach drei Monaten Aus-Zeit (namens „Sabbatical“) wieder im Dienst, ausgeruht und um viele Erlebnisse reicher. Davon berichte ich zu einem späteren Zeitpunkt an anderer Stelle.
Wir sind im dunklen Monat November. Eine Zeit im Jahr, wo wir uns, auch ohne Corona, gern etwas ins Häusliche zurückziehen und nachdenklich unsere Gedanken und Herzensbewegungen zu ordnen beginnen. Zu ihrem 47. Geburtstag hat sich die Autorin Andrea Schwarz selbst ein Gedicht geschrieben, es findet sich in ihren Aufzeichnungen „Und jeden Tag mehr leben“ (Herder):

Ein bisschen ruhiger
ein bisschen vertrauender
ein bisschen verständnisvoller

Es muss nicht mehr alles sein
es muss nicht sofort sein
es muss nicht auf Ewigkeit sein

Es kann heute sein
was gestern hätte sein sollen
und vielleicht morgen erst wird

Und je älter man wird
umso deutlicher wird einem
was wirklich wichtig ist

Es gibt ein Wissen
das man erst erlangen kann
das man erst dann leben kann

wenn eine Anzahl
von Jahren
hinter einem liegt

Und man sich bewusst wird
dass die Zahl der Jahre vor einem
begrenzt ist

Leider ist Corona noch nicht vorbei. Es ist das eingetreten, was immer wieder vorausschauend geäußert worden ist und was wir so ungern hören wollten: Das Virus wird uns noch eine ganze Weile beschäftigen und wir tun gut daran, uns darauf einzustellen, so gut wir können. Jetzt stecken wir mitten in der „zweiten Welle“, ein zweiter Lockdown erschien unserer Regierung unumgänglich. Ich habe immer noch Vertrauen in unsere Politiker*innen, auch wenn ich nicht jede einzelne ihrer Entscheidungen begrüße und nachvollziehen kann; ich stelle mir dann nur vor, was wäre, wenn ich in so einer Verantwortung wäre, wie sie es sind. Und dann werde ich schon ruhiger und denke: Es sind Versuche, die Kontrolle über die Entwicklungen nicht völlig zu verlieren. Hoffen wir einfach, dass die Maßnahmen dazu führen, dass die Ausbreitung des Virus handhabbar bleibt. Rundheraus kein Verständnis habe ich für diejenigen, die immer noch behaupten, es gäbe gar keine Pandemie, Corona sei nur ein stärkerer Schnupfen – oft ergänzt um die krudesten Verschwörungstheorien. Corona kann tödlich sein, besonders in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen.

In unserer Kirche ist und bleiben unsere Gottesdienstplanungen weiterhin stark von den Corona-Regeln betroffen. Das gilt umso mehr, wenn wir jetzt im November unserer Verstorbenen gedenken (am 15.11., zuerst in Thumby, dann in Struxdorf – siehe unten!) oder wenn wir nach Formen suchen, wie wir den Heiligen Abend außerhalb unserer Kirche in Struxdorf gestalten können; derzeit bietet sie ja nur Platz für max. 23 Personen. Die Thumbyer St. Johannis-Kirche hat seit neuestem zwar einen reparierten Dachstuhl und ein neues Dach, aber der Innenausbau wird noch Monate brauchen; ich rechne – leider – nicht mit dem Wiedereinzug vor März 2021.
So feiern wir weiterhin kürzere Gottesdienste (max. 40 Min.) unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln, ohne Singen, aber doch mit Liedern, mit Maske und Erhebung der Kontaktdaten. Die Chöre treffen sich seit März nur sehr vereinzelt – und nie mit allen Sängerinnen und Sängern gleichzeitig. Seit es kühler geworden ist, sind ja auch Draußentreffen nicht mehr angesagt. Die Adventszeit wird also ohne die schöne und vertraute Adventsmusik am 3. Adventssonntag auskommen müssen, und auch ohne die Seniorenadventsfeier. Auch von Abendmahlsfeiern nehmen wir wohl für längere Zeit erst einmal Abstand.
Auch außerhalb des Gottesdienstes können zumindest im November viele Gruppen nicht zusammenkommen, bei uns sind das vor allem die Pfadfinder; auch die Stille-Veranstaltungen ruhen. Konfirmandenunterricht findet weiterhin statt, weil wir da nur wenige sind.
Aber: Sie können mich am Telefon treffen (-380), man könnte sich auch für einen Spaziergang verabreden. Und wo es gewünscht ist, komme ich auch zu einem Besuch zu Ihnen nach Hause, dann aber natürlich mit Abstand, Maske und der gebotenen Vorsicht.
Hier jetzt die Überlegungen des Kirchengemeinderates für die Veranstaltungen der nächsten Wochen; ACHTUNG: Sie weichen von den ursprünglichen Planungen ab!

Zwei Gedenkandachten für die Verstorbenen des vergangenen Jahres
Am Volkstrauertag (So, 15. November) finden zwei etwa halbstündige Andachten nacheinander statt, zuerst um 10.00 Uhr in Thumby, dann um 11.00 Uhr in Struxdorf. Die Gedenkandacht in Schnarup-Thumby wird im Freien sein, auf der Terrasse des Gemeindehauses, im Stehen, ggf. mit Regenschirmen und warmer Kleidung, einige Stühle stehen bereit. Die Namen der Verstorbenen werden verlesen, es gibt einen Gedanken-Impuls, ein Gebet und Musik. Die Angehörigen können dann mit einem entzündeten Grablicht zu ihrem Verstorbenen gehen und dort das Licht hinstellen. Wer möchte, kommt dann noch am Ehrenmal zusammen, zum Niederlegen der Kränze an der Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege; dort wird Andreas Bonde einige Worte sprechen.
In Struxdorf können wir uns um 11.00 Uhr in der Kirche treffen, denn es hat im vergangenen Jahr nur wenige Beerdigungen dort gegeben. So erwarten wir eine begrenzte Anzahl von Angehörigen. Es gilt allerdings nach wie vor die Höchstzahl von max. 25 Personen. Auch hier werden Grablichter für die Verstorbenen entzündet, die dann zu den Gräbern getragen werden können. Auch hier wird es die Gelegenheit geben, noch einen Moment zu bleiben, um am Ehrenmal die Kränze abzulegen und einen Moment mit Bürgermeister Dieter Thiesen innezuhalten; Krieg und Gewalt sind wie eine Geißel der Menschheit, wir sind anscheinend weit davon entfernt, ohne Kriege auszukommen. Umso mehr brauchen wir Klärung und Klarheit über unser Bemühen um Frieden.

Adventssonntage

  • Am 1. Advent ist um 9.30 Uhr Gottesdienst in Struxdorf, im Anschluss fahre ich nach Tolk weiter und leite dort den Gottesdienst (11.00 Uhr).
  • Der 2. Advent ist – schon seit vielen Jahren – der GottesdienstGruppe vorbehalten, die einen schönen Gottesdienst vorbereiten wird, ebenfalls in Struxdorf, um 10.00 Uhr.
  • In anderen Jahren haben wir am 3. Advent abends die Adventsmusik. Wie oben schon angedeutet, kann sie im Corona-Jahr nicht stattfinden. Stattdessen ist um 9.30 Uhr ein Gottesdienst in Struxdorf, mit mir. Ich werde mir eine Advents-Kantate von Johann Sebastian Bach vornehmen und sie in Auszügen (von der CD) vorstellen. Das ist Musik von höchster Schönheit und Kraft!
  • Das Friedenslicht aus Bethlehem wird auch in diesem Jahr zu uns kommen, nur nicht im Rahmen eines Gottesdienstes um den 4. Advent. Ina Voigt-Schöpel ist dabei, sich mehrere Orte in unseren Dörfern zu überlegen, um dort mit den Pfadfindern zu einer bestimmten Zeit das Licht auszugeben. Dazu wird es im nächsten Heft mehr Informationen geben.

Seniorenadventsfeier fällt leider aus
Zusammen mit den Kommunalgemeinden haben wir entschieden, dass es wegen der Corona-Regeln in diesem Jahr keine Seniorenadventsfeier geben kann. Wir bedauern das außerordentlich, weil dieses gemütliche Feiern und Zusammensein doch für viele Menschen ein Lichtpunkt in der Advents- und Weihnachtszeit ist.

Ausblick auf Heiligabend
Die Gottesdienste an Heiligabend werden max. 35 Minuten dauern und im Freien stattfinden müssen, bei Wind und Wetter. Wir werden voraussichtlich um 14.00 Uhr mit einem Trecker-Gummiwagen-Gespann in Schnarup-Thumby beginnen, dann nach Struxdorf weiterfahren (voraussichtlich 15.00 Uhr); das Gespann fährt dann noch weiter nach Tolk und Twedt. Die genauen Orte stehen noch nicht fest. Und auch die Zeiten sind noch ohne Gewähr.
Ich wünsche allen einen guten November und – trotz allem, was in diesem Jahr nicht möglich oder anders ist – eine schöne und besinnliche Adventszeit!
Herzlich,
Ihr/Euer Pastor Christoph Tischmeyer

TAUFE – TRAUUNG – BESTATTUNG
Wir haben in Schnarup-Thumby Abschied genommen von:

  • Alfred Rosenberg, Nietoft 17, 82 Jahre

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