Aus dem Herzen

Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind (J.K. Rowling)
Was macht Corona mit uns? Verlieren wir unsere Menschlichkeit oder zeigt sich bei einigen lediglich der wahre Charakter? Sicher sind wir alle angespannt und genervt. Aber sollten wir auch dankbar sein, dass wir und unsere Lieben gesund sind und es bitte auch bleiben mögen.
Ich komme die Tage vom Einkauf, der mir seit Corona immer weniger Spaß macht. Vor allem, weil die Menschen so angespannt sind, wovon ich mich persönlich auch nicht frei machen kann und möchte.
Überall müssen wir einen Wagen oder einen Korb des jeweiligen Geschäfts mit hinein nehmen, damit die Höchstanzahl der erlaubten Kunden überblickt werden kann. Vorgabe der Geschäfte? Ja, aber im Hinblick auf die Anweisung des Landes/Bundes. In einem Supermarkt stand ich mit fünf weiteren Kunden ohne Wagen an der Kasse. Der Verkäufer wies freundlich auf den derzeitigen Sachverhalt und die Bestimmungen hin und bat, beim nächsten Einkauf einen Wagen zu verwenden. Fünf Kunden zeigten sich verständnisvoll, einer hielt verbal dagegen. Kann man machen, muss man aber nicht. Nebenan in einem weiteren Geschäft wurden zwei Kundinnen von einem anderen Kunden bepöbelt, weil sie es gewagt haben, einen Plausch miteinander zu halten. Ich selbst war froh, mein eines Paket Klopapier nebst Mehl erhalten zu haben. Ist ja derzeit auch keine Selbstverständlichkeit.
Von Freunden und Bekannten höre ich u.a., dass das Denunzieren/Anzeigen von Nachbarn, Bekannten oder Selbstständigen zunimmt. Ehrlich: ja, „der korrekte Deutsche“ mag auf seine Rechte pochen und der Meinung sein, diese auf Biegen und Brechen durchfechten zu müssen. Aber macht der überkorrekte Mensch sich Gedanken, was nach Corona ist? Dass er ggf. Selbstständige in den Abgrund schickt? Dass seine Nachbarn seine Nachbarn bleiben?
Ich finde, gerade im Hinblick auf die jetzige Vorweihnachtszeit, die für uns alle in diesem Jahr anders verlaufen wird, sollten wir MENSCHLICHKEIT MITEINANDER und FÜREINANDER NICHT aus den Augen verlieren. Und vielleicht hilft ja auch erstmal ein freundliches und persönliches Wort im Vorwege, bevor man andere Wege meint beschreiten zu müssen!? Denn „der Ton macht die Musik“! Das war schon immer so und wird so bleiben!
Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine besinnliche Weihnachtszeit und ein zufriedenes und gesundes neues Jahr!
Herzlichst, Stefanie Merkel

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