Feierliche Unterzeichnung: Aus sieben Kirchengemeinden wird eine

Am 25. November fand abends in der Tolker Kirche ein festlicher Akt statt. Nach vielen Treffen und Beratungen im Fusionsausschuss und in den sieben Kirchengemeinderäten der Gemeinden Böklund, Brodersby-Kahleby-Moldenit, Nübel, Taarstedt, Thumby-Struxdorf, Tolk und Uelsby waren wir jetzt so weit, eine gemeinsame Fusionsvereinbarung zu unterzeichnen. Jeweils zwei Mitglieder des Kirchengemeinderates aus den 7 Gemeinden traten nacheinander vor und unterschrieben das Dokument. Vor einem Jahr, Anfang November 2019, hatten wir in einer Gemeindeversammlung im Gemeindehaus Schnarup-Thumby über das Vorhaben ausführlich informiert. Folgende Vereinbarungen wurden zunächst im Fusionsausschuss beraten und dann jeweils in den Kirchengemeinderäten diskutiert und beschlossen:

  1. Der vollständige Name der zukünftigen Großkirchengemeinde wird lauten: „Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Angeln-Süd“. Der Sitz und damit die Anschrift der Kirchengemeinde wird lauten: Pastoratsweg 3, 24894 Tolk. Von hier aus wird auch das zukünftige Siegel geführt.
  2. Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Angeln-Süd wird ab dem 1. Oktober 2021 rechtmäßige Nachfolgerin der sieben bisherigen Gemeinden.
  3. Bis zur nächsten Wahl zum Kirchengemeinderat (Dez. 2022) wird ein Übergangs-Kirchengemeinderat gebildet, bestehend aus jeweils zwei aus den bisher bestehenden Kirchengemeinderäten der einzelnen Gemeinden. Aus der Kirchengemeinde Thumby-Struxdorf werden Susanne Fritz und Britta Greve entsandt neben Pastor Chr. Tischmeyer, der qua Amt zum neuen Kirchengemeinderat gehört.
  4. Die neue Kirchengemeinde Angeln-Süd wird in die Seelsorgebezirke Nord (Böklund, Uelsby, Thumby-Struxdorf und Tolk, mit Sitz in Böklund und Schnarup-Thumby) und Süd (Nübel, Brodersby-Kahleby-Moldenit und Taarstedt, mit Sitz in Brodersby und Nübel aufgeteilt.
  5. Die sieben Kirchengemeinden verzichten auf eine Vermögensauseinandersetzung, d.h. alle Rücklagen, die nicht eindeutig an den Erhalt von bestimmten Gebäuden oder an klar definierte Projekte gebunden sind, werden vergemeinschaftet.
  6. Ab dem 1. Januar 2022 wird es einen gemeinsamen Haushalt geben.
  7. Die Mitarbeiterverträge werden beibehalten. Träger der Kita Struxdorf wird die neue Kirchengemeinde Angeln-Süd.
  8. Ab dem 1. Oktober 2021 wird ein gemeinsames Kirchenbuch geführt (in das Taufen, Trauungen und Beerdigungen eingetragen werden).
    Mit der Unterzeichnung der Fusionsvereinbarung sind die Weichen gestellt. Im kommenden Jahr werden noch detaillierte Vereinbarungen verhandelt und beschlossen.
    Dass wir eine Kirchengemeinde werden, bedeutet aber nicht, dass die Angebote für alle Orte zentral organisiert werden. In den sieben ehemaligen Kirchengemeinden wird es weiterhin engagierte Kräfte vor Ort geben (Ortsausschüsse), die dafür sorgen, dass es weiterhin attraktive Gottesdienste, Veranstaltungen und Angebote gibt. Alles wird darauf ankommen, wie wir die neue Gemeinsamkeit mit Leben füllen.
    Propst Helgo Jacobs, der eine lockere Laudatio hielt, sagte zu den versammelten Kirchengemeinderäten der Region: „So ein Zeichen des Zusammenrückens braucht die Welt in einer Zeit, in der die Ich-Bezogenheit immer mehr zum Maßstab wird.“ Er freute sich über die Vielfalt an lebendiger Kirche, die mit der Fusion zusammenkomme, und zollte dem Vertrauen, sieben Gemeinden mit zehn Kirchen zusammenzuschließen, Respekt: „Auch wenn noch viel Arbeit vor Ihnen liegt – Sie haben bestimmt keinen Fehler gemacht!“
    Christoph Tischmeyer

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