Gas-, Elektro- und Telefonausfall in Thumby: Kollateralschäden

Das Verlegen der Glasfaserleitungen war in den letzten Wochen auch mit einigen unangenehmen Nebeneffekten verbunden. Am Mittwoch, 18. November, fielen in einigen Häusern des Ortsteils Thumby die Gasheizungen aus. Das wurde überwiegend erst am nächsten Morgen bemerkt, als warmes Wasser zum Duschen fehlte. Die schnell herbeigerufenen Servicebetriebe schafften es, bei einigen Häusern die Heizungen wieder in Gang zu bringen. Doch erst, als diese erneut in Störung gingen und die Zahl der Störungen immer größer wurde, vermutete man ein Leck in der zentralen Gasleitung. Der zwischenzeitliche Feuerungsbetrieb war auf Restgas in der Leitung zurückzuführen. Die Servicebetriebe alarmierten deshalb den Versorger Rheingas. Der schloss erst einmal die Hauptleitung am Wasserwerk und begann dann mit der Fehlersuche. Die Ursache war dann gegen Donnerstagmittag eindeutig gefunden: Bei Arbeiten für die Glasfaserversorgung hatte ein Horizontalbohrkopf zentral in Höhe des Wasserwerks die Gasleitung getroffen. Dort wurde dann auch schnell aufgegraben.Am Donnerstagabend informierte dann Rheingas alle Gaskunden telefonisch darüber, dass vermutlich erst am nächsten Tag wieder Gas zur Verfügung stünde. Glücklicherweise schien am Freitag die Sonne und die noch vielfach vorhandenen Kaminöfen sorgten auch für warme Räume. Die Reparaturarbeiten zogen sich aber über den ganzen Freitag hin. Denn bei dem Leitungsbruch war Schmutzwasser in das Rohr gelangt. Das musste erst ausgeblasen, gespült und dann an der Bruchstelle ersetzt werden. Erst am Freitagabend konnte Entwarnung gegeben werden. Die Mitarbeiter von Rheingas besuchten dann jeden Anschlussnehmer und schalteten dort die Heizungen wieder ein. Als sei dies noch nicht Unglück genug, traf am Donnerstag, 3. Dezember, kurz vor zwölf, wieder ein Horizontalbohrkopf eine Versorgungsleitung. Dieses Mal war es ein Elektrokabel – ebenfalls in der Nähe des Wasserwerks. Ein großer Teil der Einwohner von Thumby musste deshalb sein Mittagessen kalt zu sich nehmen. Diesmal war der Versorger aber wesentlich schneller. Denn bereits ab 14.30 Uhr waren alle Haushalte wieder mit Strom versorgt und auch alle Heizungen liefen wieder. Die letzte Hiobsbotschaft kam dann von den Grundstücken in der oberen Dorfstraße in Richtung Mohrkirch. Denn auf Höhe des Wasserwerks hatte der Bohrtrupp dann auch noch die Telefonleitung geschrotet. Dieser Fehler war zu Redaktionsschluss noch nicht behoben.
Claus Kuhl

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