Gute Nachbarschaft ist etwas Schönes: Unglaublich – diese Meiereistraße!

Eine gute Nachbarschaft ist etwas Schönes! Ein freundliches Miteinander, das Wissen, dass man sich im Notfall an den Nachbarn/die Nachbarin wenden kann, das ist schon sehr viel!
Wer weniger möchte, ist zufrieden, wenn er in Ruhe gelassen wird. Wer mehr möchte, kann sich einbringen und damit positive oder auch negative Rückmeldungen erhalten. Was sich in Thumby in der Meiereistraße entwickelt hat, ist phänomenal! Ich behaupte: Eine solche Nachbarschaft ist weltweit einzigartig! Der Bereich dieser Nachbarschaft begann für uns, als wir im Jahr 1980 das Richtfest für unser neues Haus in der Meiereistraße feierten. Nicht nur die engsten Nachbarn nahmen teil, sondern auch Freunde und Bekannte aus der Dorfstraße. Dieser „Nachbarschaftsbereich“ hat sich bis heute erhalten. Er ging mehrfach von einer Generation auf die nächste über. So weit – so sehr gut! Aber noch fast „normal“. Das Besondere entstand in kleinen Schritten: Zunächst entstand zusätzlich zum Normalen ein Straßenfest, ein „Meiereistraßenfest“ mit einem gemeinsamen Spiel (Nordisch Schach), mit Grillen und gemütlichem Beisammensein. (Zunächst bei Volker und Alice im Garten) Es ergab sich, dass neu hinzugezogene Nachbarn auf diese Weise gleich in der neuen Nachbarschaft bekannt und auch herzlich aufgenommen wurden. Ein zweites Positivum wurde immer deutlicher: Wer nicht einbezogen werden möchte, hatte dadurch keinerlei Nachteile; er wurde nicht schief angesehen, hatte seine Ruhe. Die Toleranz war und ist gegenseitig immer noch groß! Das Meiereistraßenfest war/wurde beliebt und fand auf Wunsch aller regelmäßig einmal jährlich statt – in wechselnden Gärten, mal hier, mal dort. Neu hinzu kam in jüngerer Zeit die Nachbarschafts-App. Wer will, der hat sie; wer nicht will, der hat sie nicht. Diese App informiert, klärt Fragen, gibt Antworten, lädt ein, gratuliert ……..! Ehemalige Nachbarn nehmen immer noch aktiv teil, gehören dazu, neue Nachbarn, auch wenn sie noch nicht dauerhaft hier wohnen, nehmen schon teil. Aber immer gilt: Nur, wer möchte! Nachbarn, die die App nicht haben, werden im Bedarfsfall persönlich informiert. Grandios, diese Nachbarschaft!!!
Doch im Herbst 2020 kam etwas Neues hinzu, was sie über alles Bisherige noch weiter hinaushebt, sie einmalig macht!!!
Im Oktober 2020 äußerte eine Nachbarin ihren Wunsch, den gewachsenen Zaun an ihrer Grundstücksgrenze gegen einen Holzzaun zu tauschen. Alle, die dabei helfen konnten, kamen! Sie halfen an diesem Wochenende, sie kamen auch wieder am folgenden Wochenende, um die Arbeit der Vollendung zuzuführen! Aber das Ganze gipfelte, als es im November 2020 in der Nachbarschafts-App hieß: „Am 9.11. Treffen zum Blätterharken um 9.30 Uhr.“ Ursprünglich hieß es: „bei den beiden Älteren“ (Volker und Sönke). Es folgte kurz darauf eine weitere Einfügung von anderer Seite: „Dann machen wir das doch in der ganzen Meiereistraße! Wir nehmen Wagen und Anhänger dazu und laden hinterher alles in Ekebergkrug ab!“Und so geschah es!!! Unglaublich!!! Am Samstag trafen wir uns bei Volker, harkten in kleinen Gruppen die vielen Blätter zusammen und luden sie auf den Wagen. Grundstück für Grundstück wurde bearbeitet. (Wer nicht wollte, musste nicht!) Auch Kinder halfen mit! Nach etwa 3 Stunden (?) waren alle Rasen und Straßenseiten blätterfrei!!! Das gibt es nirgendwo auf der ganzen Welt! Ich kam aus dem Staunen nicht heraus!! Und wir wohnen dort!
Heinke Andresen

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