Kirchliche Nachrichten Januar 2021

Kirchenbüro Angeln-Süd:
Ilka Lausen, Pastoratsweg 3, Tolk,
Tel.: 04622 – 2254, Fax: 04622 – 2245,
kirchenbuero[at]angeln-sued.de Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi + Fr von 9.00 – 11.00 Uhr / Donnerstag von 15-17.00 Uhr
Pastor Christoph Tischmeyer, Tel. 04623 – 380, christophtischmeyer[at]gmx.de

Das neue Jahr hat begonnen, ein paar Tage ist es erst alt. Und sieht, wenn man mit bekümmertem Herzen die Nachrichten studiert, schon wieder ganz schon alt aus: Corona allüberall, hohe Infektionszahlen und – schlimmer noch – so viele Tote mit Corona in Deutschland wie in den ganzen letzten Monaten nicht. Und in den USA eine gefährliche Entwicklung zum Ende der Amtszeit Trumps. (Wir bekommen es klar vor Augen geführt: Wenn Trump weitere vier Jahre regiert hätte, wäre die Demokratie in den USA in totaler Auflösung begriffen; mit den Demokraten an der Macht mag es gerade noch einmal gutgehen… Wir können die Entwicklung dort als Warnung für unsere Demokratie nehmen: Wenn immer mehr Menschen die Berichterstattung im Fernsehen und in den Zeitungen für Fake-News halten und den Entscheidungen der Politiker grundsätzlich misstrauen, ist auch unsere Demokratie gefährdet.
Wie dem auch sei: Es kommt auch weiterhin auf die innere Haltung an, die wir dem neuen Jahr gegenüber einnehmen. Auf den Blick voraus, den wir wagen wollen. Auch das neue Jahr ist ein „Jahr des Herrn“, ein gesegnetes Jahr. Für uns alle. Und für jeden einzelnen. Gottes Kraft, die in uns Menschen mächtig werden kann, als Barmherzigkeit und Liebe, als Vertrauen und Lebensmut, als Kreativität und innere Widerstandskraft. Sie ist immer mit uns, wenn wir uns dafür offenhalten.
Segen hat immer etwas mit dem Leben zu tun. Es ist die Kraft des Lebens, das in die Weite und in die Zukunft drängt. Alles Leben entspringt aus Segen und strebt Kraft des Segens über sich hinaus. Leben ist, was Gott wirkt, ja, es ist Gottes eigenes Wesen. Er heißt der Lebendige schlechthin. Jeder, der lebt, steht in einer besonderen Nähe, in einer tiefen Verbindung zu Gott – ganz gleich, ob ihm das bewusst ist oder nicht.
Jedes Wort, mit dem wir einem anderen Menschen Gutes wünschen, hat auch etwas mit Gott zu tun: Wir sagen „Viel Glück!“ oder „Alles Gute“ und müssen doch zugeben, dass es letztlich aus göttlicher Quelle erbeten sein muss. Wir empfangen die Kraft, die wir zum Leben brauchen, jeden Tag „aus der großen Hand“ Gottes. Das ist eine tiefe Wahrheit, die uns hilft, den neuen Tag, das neue Jahr anzunehmen und unsere Schritte zu gehen, unbeirrt von den Verrücktheiten und Herausforderungen der Zeit, in der wir leben. Der Monatsspruch für den Januar sagt es mit einem Psalmwort: „Wer wird uns Gutes sehen lassen? Gott, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!“ (Psalm 4,7)
Ich habe zu Weihnachten von einer Freundin ein Gebet aufgeschrieben bekommen, das ich an Sie weitergeben will. Weil ich es gut finde:

Christus, du hast gesagt:
„Ihr seid das Licht der Welt.
Man setzt ein Licht nicht unter einen Kessel,
sondern auf einen Leuchter, damit man es sieht.“
Aber wir haben Mühe,
in unsere eigenen Kammern Licht zu bringen;
in uns selbst ist viel Dunkelheit.
Du bist das Feuer.
Du bist das Licht und die Wahrheit.
In dir sehen wir unseren Auftrag.
Lass uns in dir mitbrennen,
dass wir von deiner Liebe zehren
und deinen Frieden leuchten lassen,
bis zum letzten, fernsten Menschen.
Niemand von uns kann das allein.
Aber wir alle, wenn wir in dir leben,
sind das Licht der Welt.
Amen.

Gottesdienste und Veranstaltungen
Bis mindestens 31. Januar fallen bei uns noch die Gottesdienste aus. Solange gilt der strenge Lockdown. Wie es dann weitergeht, können wir jetzt noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Wenn die Inzidenzzahlen runtergehen, werden wir unter Umständen am 7. und 21. Februar in Struxdorf einen 40-Minuten-Gottesdienst anbieten, unter Leitung von P. Christoph Tischmeyer. Eine Teilnahme wird aber nur mit vorheriger Anmeldung möglich sein, im Kirchenbüro (04622 – 2254) oder bei mir (380). Bitte achten Sie auf Zeitungsmeldungen oder gucken auf die Homepage der Kirchengemeinde.
Unter normalen Umständen würde Anfang Februar die Seniorengeburtstagsfeier stattfinden, zu der wir sonst die Menschen über 80 Jahren einladen, die in den Monaten November bis Januar Geburtstag hatten. Auch diese Feier muss wg. Corona leider ein weiteres Mal ausfallen.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie Unterstützung brauchen!
Der Kirchengemeinderat und ich möchten Sie bitten, sich bei uns zu melden, wenn Sie in irgendeiner Weise Unterstützung benötigen, wofür auch immer: Zum Einkaufen, zum Reden und Sich aussprechen… Sie können bei mir anrufen (Chr. Tischmeyer, 380) oder bei jemandem aus dem Kirchengemeinderat. Auch die anonyme Telefonseelsorge steht bereit, sogar zu jeder Tages- und Nachtzeit, unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222.

Zum Schluss noch etwas Schönes zum Weitergeben, eine Geschichte:

Die Distelfalterraupe
Die Distelfalterraupe hat es sich über den Winter in ihrem Haus gemütlich gemacht, dunkel, wohlig und warm. Hört nichts vom Eisregen, der die Straßen in Schlittschuhbahnen verzaubert. Sie sieht erst recht nicht, wie der Schnee sich weich und sacht auf Äste, Zäune und Dächer legt. Sie ahnt nichts von gefräßigen Vögeln und vom Spaten des Gärtners. Sie schläft lange und frisst ein wenig, schläft wieder und frisst wieder ein wenig.
Es ist alles gut.
Doch wenn die Frühlingssonne den letzten Rest Schnee wegtaut und die letzte Pfütze ausgetrocknet hat, spürt sie immer deutlicher die Wärme und mit der Wärme die Freude am Leben.
Eng wird es in ihrem Haus, der Magen knurrt. Sie spürt etwas in sich wachsen, weiß nicht damit umzugehen, drückt und beißt und stemmt, bis die dunkle Mauer an einer Stelle aufbricht.
Das grelle Licht muss anfangs schrecklich sein. Doch sie wird sich daran gewöhnen. Wird sich durchbeißen, wird ins Freie kriechen mit letzter Kraft. Wird taumeln, liegen bleiben, sich von der Sonne trocknen lassen. Schließlich nach Stunden wird sie sich recken und strecken, wird aufgeregt flattern, wird fliegen lernen und schweben und tanzen im Wind. Wird die Welt entdecken zwischen Apfelbaum und Wäschenetz.
Hat keine Ahnung von ihrer Schönheit, vom verwirrenden Farbenspiel ihrer Flügel. Lebt nur, um zu leben.
Aber was heißt da „nur“? Sie lebt und ist einmalig. Sie ist ein grandioses Danklied an ihren Schöpfer. Und weiß nichts davon.

Alles Gute, Gesundheit und Achtsamkeit für alle – herzliche Grüße!
Ihr/Euer Pastor Christoph Tischmeyer

TAUFE – TRAUUNG – BESTATTUNG

Wir haben Abschied genommen von:

  • Hedwig Ohlsen, geb. Knüppel, Eslingholz 9, Schnarup-Thumby, 92 Jahre (Trauerfeier in Struxdorf; Urnenbeisetzung in Schnarup-Thumby)

Aus der KIRCHENREGION ANGELN-SÜD
mit den Kirchengemeinden Böklund u. Uelsby, Brodersby-Kahleby-Moldenit,
Nübel, Thumby-Struxdorf,
Tolk und Taarstedt

Wer aus dem Kirchenbüro Tolk etwas benötigt (z.B. einen Patenschein), möge bitte vorher dort anrufen und einen Termin ausmachen (oder sich den Patenschein zuschicken lassen).
Sie erreichen Ilka Lausen telefonisch unter: 04622-2254 oder per Mail unter:
kirchenbuero[at]angeln-sued.de / Ihre Bürozeiten: Mo, Di, Mi + Fr von 9.00-11.00 Uhr, Donnerstag von 15-17.00 Uhr.

Die Veranstaltungen zum Angebot Stille & Meditation fallen bis auf weiteres aus.

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