Kirchliche Nachrichten Februar 2021

Kirchenbüro Angeln-Süd:
Ilka Lausen, Pastoratsweg 3, Tolk,
Tel.: 04622 – 2254, Fax: 04622 – 2245,
kirchenbuero[at]angeln-sued.de Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi + Fr von 9.00 – 11.00 Uhr / Donnerstag von 15-17.00 Uhr
Pastor Christoph Tischmeyer, Tel. 04623 – 380, christophtischmeyer[at]gmx.de

Dom zu Naumburg (Detail) – Foto: Christoph Tischmeyer

Sich seelisch beieinander halten
Keiner sagt es so richtig: Corona ist eine kollektive Krise. Die ganze Welt ist davon betroffen: jeder Mensch, jedes Geschäft, jede Volkswirtschaft… Die Zahl von bis zu 1000 Toten mit Corona pro Tag in Deutschland ist dramatisch hoch und bedeutet viel Trauer und Leid! Viele haben mit Angst und Verunsicherung zu tun.
Allerdings sehe ich auch, dass Menschen, die kritische Fragen an die Politik zur Bekämpfung der Corona-Krise stellen, oft in Bausch und Bogen zu Corona-Leugnern oder „Verschwörungstheoretikern“ erklärt werden; auch wenn sie manches Argument auf ihrer Seite haben. Da braucht es eine größere Bereitschaft, die Argumente in Ruhe auszutauschen und sich gut zuzuhören. Dennoch: Ich habe großen Respekt vor denen, die schwierige Entscheidungen zu treffen haben oder die sich konkret um betroffene Menschen in ihrem Umkreis kümmern.
In unserer Gesellschaft scheinen das Misstrauen und Gefühle der Ohnmacht zu wachsen, auch verborgen hinter Wut. Eine ungute Polarisierung hat sich breit gemacht – oft bis in die Familien hinein. Das scheint mir für unsere Gesellschaft eine große Bedrohung zu sein, vielleicht eine größere Bedrohung als die Pandemie. Jeder, der guten Willens ist, möge beim Ausgleichen der Positionen helfen! Wir sollten uns nicht auseinanderbringen lassen, nur weil wir unterschiedlicher Meinung sind.
Sich in diesen Zeiten seelisch beieinander zu halten, ist ein Kunststück, das einigen von uns besser und anderen schlechter gelingt. Zusammen mit den Lockdown-Regeln, die uns alle ziemlich einschränken, befördern manche nasse und dunkle Tage eine gewisse Mehltau-Schicht auf der Seele. Wie geht es Ihnen? Ich hoffe, Sie kommen zurecht!
Mir hilft es, mich regelmäßig mit dem Sachstand und mit den Zahlen zu beschäftigen. Allerdings vermeide ich, allzu viele Diskussionen zu Corona zu verfolgen. Ich praktiziere meine Stille-Zeit von ca. 20 Minuten am Morgen – das ist für mich tatsächlich fast wichtiger geworden als zu normalen Zeiten. Wer möchte, kann gern Anregungen von mir bekommen. Corona fordert schlicht Langmut und Geduld von uns, worin allerdings viele keine Meister sind. Was für schöne alte Worte: LANGMUT und GEDULD! Beide meinen die Fähigkeit, abwarten zu können, etwas ruhig und möglichst ohne großes Murren zu ertragen oder zu tragen. Nicht, weil wir nicht murren dürften, sondern weil das Murren etwas von unserer Lebensfreude auffrisst. Geduld gilt als Tugend. Sie hilft uns, unseren Weg mit Gelassenheit und Entschlossenheit zu gehen, trotz der (Corona-)Einschränkungen. Rückschläge gehören dazu, zwei Schritte vor, einer zurück (z.B. beim Impfen). Macht nix, morgen oder übermorgen wird’s…
Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden.
Paulus beschreibt einen „einwandfreien Lebenswandel“ mit einer Aufzählung. Für ihn gehören dazu „Erkenntnis, Langmut, Güte, der Heilige Geist und aufrichtige Liebe“ (2. Kor 6,6). Oder, an anderer Stelle: „Führt euer Leben mit Demut und Sanftmut, mit Geduld, einander in Liebe ertragend!“ (Epheser 4,2)
Wen diese Aufzählung nicht so anspricht, der kann vielleicht mehr anfangen mit einem Liedtext, der schon etwas Österliches vorwegahnen lässt. Wir sind noch nicht da, wir sind noch mitten in der Krise. Wann es geschafft sein wird, muss sich zeigen. Es dauert, so lange es dauert. Aber das Lied von Alexej Stachowitz kann uns schonmal Hoffnung machen:

  1. Einmal einfach loszusingen,
    loszuschreien, loszuspringen,
    in das volle Leben greifen,
    zu umarmen was gefällt.
    Versinkt das Gestern,
    versinkt das Morgen,
    es bleibt der Sorgen
    noch genug auf dieser Welt.
  2. Einmal einfach sich verschenken,
    in die Freude sich versenken,
    aufzuwachen, aufzulachen,
    aufzuatmen, du und ich.
  3. Seht die Masken, wie sie schwinden,
    Augen, wie sie Augen finden;
    Herrlich steigt und neugeboren
    aus den Fesseln eine Welt.
  4. Freude, Freude, lasst sie wehen,
    über Tiefen, über Höhen,
    bis die Fülle uns durchflutet,
    trinken wir des Lebens Quell.
    Versinkt das Gestern,
    versinkt das Morgen,
    es bleibt der Sorgen
    noch genug auf dieser Welt.

Gottesdienste
Bei Redaktionsschluss (5.2.) wussten wir noch nicht, wie die Corona-Lage sich bis Mitte Februar entwickelt und wie die entsprechenden Richtlinien des Bundes und des Landes aussehen werden. Dennoch haben wir uns im Kollegenkreis darauf verständigt, dass wir ab Mitte Februar Gottesdienste einplanen. Ob sie dann tatsächlich wieder stattfinden, schreiben wir in der Zeitung (Samstagsausgabe der Schleswiger Nachrichten, z.B. am 20.02. und 27.02.) und auf der Homepage der Kirchengemeinde. Maßgeblich ist immer die Entscheidung des Kirchengemeinderates, wie mit der Lage umzugehen ist. Wenn also entschieden ist, dass Gottesdienste wieder stattfinden, sind sie wie folgt:
So, 21.02.21, 9.30 Gottesdienst in Struxdorf, mit P. Christoph Tischmeyer; So, 21.02.21, 11.30, Dänischer Gottesdienst in Struxdorf, mit P. Preben Mogensen; So, 07.03.21, 10.00, Gottesdienst in Struxdorf, mit der GottesdienstGruppe; So, 21.03.21, 9.30, Gottesdienst in Struxdorf, mit P. Christoph Tischmeyer; So, 21.03.21, 11.30, Dänischer Gottesdienst in Struxdorf, mit P. Preben Mogensen; Do, 01.04.21, 19.00 Gottesdienst am Gründonnerstag, Kirche Struxdorf, mit P. Chr. Tischmeyer; Fr, 02.04.21, 9.30, Gottesdienst am Karfreitag in Struxdorf, mit P. Christoph Tischmeyer; Fr, 02.04.21, 11.30, Dänischer Gottesdienst am Karfreitag in Struxdorf, mit P. Preben Mogensen; So, 04.04.21, 6.00, Vom Dunkel zum Licht – Feier der Osternacht in Thumby, P. Chr. Tischmeyer und Team (ohne Osterfrühstück); So, 04.04.21, 10.00, Festlicher Ostergottesdienst in Tolk, mit P. Chr. Tischmeyer u. schöner Musik; So, 11.04.21, 10.00, Gottesdienst in Struxdorf, mit P. Chr. Tischmeyer

Seniorengeburtstagsfeier
Wenn die Zeiten anders wären, würden wir am 11. Februar nachmittags im Gemeindehaus Thumby zusammenkommen, um Geburtstag zu feiern. Und zwar mit den Männern und Frauen, die in den Monaten November bis Januar 80 Jahre oder älter geworden sind. Herzliche Glück- und Segenswünsche für Sie nachträglich, von mir und vom Besuchskreis! Leider wird noch eine Weile vergehen, bis so eine Feier wieder möglich ist.

Weltgebetstag am 5. März 2021
In den letzten Jahren gab es zwei große zentrale Veranstaltungen zum Weltgebetstag. Wegen der Corona-Lage wird der Weltgebetstag in diesem Jahr im Internet und im Fernsehen stattfinden.
Das diesjährige Gastland ist Vanuatu, Frauen von dort haben die Gottesdienstliturgie erarbeitet. Wissen Sie, wo Vanuatu liegt? (Ich wusste es nicht.) Es ist ein Inselstaat im Südpazifik, der aus 83 Inseln besteht!
Informationen und Bilder aus Vanuatu sowie der Gottesdienst sind auf der Homepage des Weltgebetstages zu finden: www.weltgebetstag.de. Das Vorbereitungsteam wird sich einiges einfallen lassen; es lohnt sich also, am 5. März einmal auf der Homepage zu gucken. Und abends um 19.00 Uhr wird auf dem TV-Sender Bibel TV ein Gottesdienst übertragen.

BESTATTUNGEN
Wir haben Abschied genommen von:

  • Günther Koll, An der Mühle 4, (Schnarup-) Thumby, 88 Jahre
  • Gerda Petersen, geb. Kahnert; zuletzt wohnhaft bei Fam. Oehler, Pastor-Witt-Straße 6, Havetoft (früher: Dorfstraße 7, Schn.-Thumby); 96 Jahre

Herzliche Grüße an alle!
Gesundheit und einen langen Atem, was Corona angeht, wünscht Ihnen und Euch
Ihr/Euer Pastor Christoph Tischmeyer

Aus der KIRCHENREGION ANGELN-SÜD
mit den Kirchengemeinden Böklund u. Uelsby, Brodersby-Kahleby-Moldenit,
Nübel, Thumby-Struxdorf,
Tolk und Taarstedt

Wer aus dem Kirchenbüro Tolk etwas benötigt (z.B. einen Patenschein), möge bitte vorher dort anrufen und einen Termin ausmachen (oder sich den Patenschein zuschicken lassen).
Sie erreichen Ilka Lausen telefonisch unter: 04622-2254 oder per Mail unter:
kirchenbuero[at]angeln-sued.de / Ihre Bürozeiten: Mo, Di, Mi + Fr von 9.00-11.00 Uhr, Donnerstag von 15-17.00 Uhr.

Die Veranstaltungen zum Angebot
Stille & Meditation
fallen bis auf weiteres aus.

Neues aus der Jugendarbeit Angeln Süd
(Kirchengemeinden Brodersby-Kahleby-Moldenit, Nübel, Taarstedt, Tolk, Thumby-Struxdorf)

Friedenslicht aus Bethlehem
Auch in dieser Zeit haben wir das Friedenslicht aus Bethlehem empfangen. Wir haben einen Gottesdienst (Corona konform) mit verschiedenen Pfadfinderstämmen gefeiert. Was bedeutet das Licht gerade jetzt für uns und wie kann es Hoffnung und Freude schenken, waren unsere Themen. Natürlich haben wir das Licht nicht für uns behalten. An verschiedenen Stationen u. A. in Schnarup-Thumby und in Struxdorf konnte man sich das Licht mit einem persönlichen Segenswort holen.

Gruppenstunden der Pfadfinder
Leider können gerade keine Gruppenstunden stattfinden. Aber wir werden durch unseren Instagram Account („angelnsued“) und auch durch persönliche Briefe an der Gruppenmitglieder kann man erfahren, was wir planen. Bald werden z. B. Dorfrallyes verschickt, bei denen jeder Pfadfinder auch etwas gewinnen kann. Die Preise sind schon besorgt. So kann jeder und jede eine kleine private Gruppenstunde erleben.
Mit den jugendlichen Mitarbeiter*innen treffen wir uns online. Hier können wir uns austauschen. Wir haben auf diese Weise auch schon „zusammen“ gekocht und gegessen.
Natürlich hoffe ich, dass wir uns bald richtig wiedersehen können.

KonfiKids
Der Konfirmandenunterricht für die Grundschüler*innen der dritten Klassen konnte bis Weihnachten stattfinden. Im Januar musste es leider ausfallen. Aber ein spannendes Programm wartet auf uns, und ich freue mich, wenn es wieder losgehen darf.
Ina Voigt-Schöpel

Spendenbitte für Brot für die Welt

Die evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt schreibt:
Liebe Gemeindemitglieder,
unser aller Leben hat sich durch die Corona-Pandemie sehr verändert – für viele mit großen Belastungen und Sorgen. Dies gilt auch für die Menschen in den armen Ländern dieser Welt, die unsere Projektpartner in 90 Ländern weiterhin in zahlreichen Projekten eng begleiten und versuchen, Not zu lindern.
Für die Fortsetzung dieser Arbeit spielen die Kollekten eine zentrale Rolle.
Leider sind die Gottesdienste an vielen Orten zu Weihnachten ausgefallen. Damit fehlt für die zukünftige Arbeit von Brot für die Welt eine ganz wichtige Säule zur Finanzierung der weltweiten Arbeit zur Überwindung von Hunger und Armut. Wir wissen, dass viele Gemeindemitglieder zu Weihnachten trotzdem Geld gespendet haben, indem sie eine Summe überwiesen haben oder ein Dauerauftrag eingerichtet wurde. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!
Für die Zukunft sind wir weiterhin auf Ihre Spenden angewiesen und wir möchten Sie heute bitten, zu überlegen, ob es für Sie möglich ist, einmalig oder sogar dauerhaft für die Arbeit von Brot für die Welt zu spenden. Für viele Menschen weltweit bedeutet schon ein kleiner Beitrag eine große Hilfe in schweren Zeiten.
IBAN Brot für die Welt:
DE10 1006 1006 0500 5005 00

Während Deutschland gut ausgestattete Kliniken und eine hohe Ärztedichte hat, ist es in vielen Ländern anders – so auch im Tschad. Zu all den Sorgen, die Mediziner dort Tag für Tag umtreiben, kommt nun eine neue hinzu: das Corona-Virus.

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