Sicherheit bedeutet ganz schön viel…
…ein Projekt in der Ev. Kita Struxdorf

In November beschäftigten wir uns mit den Themen und Berufen rund um das Thema Sicherheit.
Es begann am 2.11.21 mit einem Besuch der Polizeipuppenbühne Flensburgs. Das Stück „Die Kantsteinhelden“ brachte den staunenden Kindern Auseinandersetzung mit den Gefahren einer Fahrbahnüberquerung:
Christian Böhnke, Petra Ehlers, Stephan Jelkmann als Darsteller der Puppenbühne wussten sehr genau, wie sie unsere Kinder begeistern. Es war eine Freude in die großen Kinderaugen zu schauen und zu beobachten, wie gebannt die Kinder dem Stück folgten.
Anschließend bekamen wir die Gelegenheit mit Stefan Clausen-Eistedt von der Polizei-station Böklund einen Streifenwagen unter die Lupe zu nehmen. Mit Bauchkribbeln durften die Kinder auch mal auf den Sitzen des Einsatzwagens Platz nehmen und sich genau anschauen, womit so ein Streifenwagen ausgestattet ist. Es war ein toller, aufregender Vormittag und auf die Frage, wer eigentlich später mal Polizist werden möchte, meldeten sich fast alle Kinder.
Auf jeden Fall hat diese Aktion dazu beigetragen, Berührungsängste genüber der Polzei abzubauen und den Kindern sehr gut vermitteln können, dass Polizisten helfen können, wann immer es nötig ist.
Am 4. und 5.11.21 bekamen wir Besuch vom ADAC. So griff der Polizeihauptkommissar Rolf Greulich (im Ruhestand) mit unseren Vorschulkindern auch das Thema der Straßenüberquerung auf. Sie erläuterten gemeinsam die Gefahren und übten ganz in echt, worauf zu achten ist, wenn eine Fahrbahn überquert wird.
Zu dem Angebot des ADAC gehörte auch eine Informationsveranstaltung für Eltern. In diesem Rahmen bot Herr Greulich morgens allen Eltern die Gelegenheit, auf die Anschnallsituation und die Kindersitze im Pkw zu schauen, um ggf. beratend Tipps zu geben. Das Ergebnis machte deutlich, wie hoch der Beratungsbedarf in diesem Bereich ist: 23 Kinder waren ordnungsgemäß gesichert. Bei 12 Kindern galt es, auf Anschnallfehler hinzuweisen bzw. Fehler beim Einbau des Kindersitzes zu korrigieren.
Am 11.11.21 kam der nächste Besuch. Matthias Müller vom DRK-Rettungsdienst besuchte uns mit einem Rettungswagen des Kreises Schleswig-Flensburg, und wir konnten ihn uns alle genau ansehen. So ein Rettungswagen enthält sehr viel zu entdecken für die kleinen Forscher. Jede Luke, Schublade, Klappe des Fahrzeuges wurde inspiziert. Wir konnten auch hier das Blaulicht bestaunen, und wer wollte, durfte sogar einmal Probe liegen. Einige Kinder fingen sogleich an Geschichten zu erzählen, wann sie einmal Gelegenheit hatten, einen Rettungswagen zu sehen oder sogar mitzufahren. Einige konnten sich auch an einen Vorfall in der Kita erinnern, als wir ein Kind und seine Mutter zur Sicherheit mit Rettungswagen abtransportieren ließen. Dieser Fall ging sehr glimpflich aus; es handelte sich damals nur um eine leichte Verletzung, die dem Kind einen Krankenhausaufenthalt ersparte. Und doch wurde uns Mitarbeitern dabei deutlich, wieviel Angst mit einem Rettungswagen verbunden sein könnte und wie hilfreich es ist, dieser Angst durch eine solch unbeschwerte Aktion wie die Besichtigung eines Rettungswa-gens entgegenzuwirken.
Auch an diesem Tage ließen wir es uns nicht nehmen, die Kinder zu fragen, wer später vielleicht einmal Rettungssanitäter werden möchte. Als Antwort gingen wieder viele Kinderhände hoch; einige wollten jedoch weiterhin lieber zur Polizei.
Bleibt abzuwarten, wieviele Kinder später auch noch bei der Feuerwehr tätig sein wollen, denn unser Projekt wird enden mit Besuchen der FFW zum Thema Brandschutzerziehung.
Dabei ist geplant, dass wir uns die Ausrüstung eines Atemschutzträgers genau anschauen, ausführlich zum Thema Feuer sprechen und: Wie kann ich bei Gefahr Hilfe holen? Auch hier werden wir uns wahrscheinlich ein Einsatzfahrzeug anschauen können. Diese Einheit konnte bisher aus Krankheitsgründen des zuständigen Mitarbeiters der FFW noch nicht stattfinden.
Die Vorschulkinder erlebten am 12.11.21 einen Erste-Hilfe-Kurs vom DRK für Kinder.
In diesem Rahmen besuchte uns Frau Polzien und ermutigte die Kinder spielerisch und durch einfache Übungen, bei Bedarf zu helfen, z.B. Kontakt zu den Verletzten aufzuneh-men, die Notrufnummer zu wählen oder Verletzungen zu kühlen. Die Kinder haben sich gegenseitig verarztet und einen Verband angelegt. Das hat riesig Spaß gemacht.
Die Kinder sind mit unbeschwerter Neugier und erfrischender Offenheit an all diese Aktionen herangetreten und haben mit viel Begeisterung und Spaß viel zu den verschiedenen Themen gelernt.
Ich bedanke mich herzlich und im Namen der gesamten Kita bei allen mitwirkenden Akteuren für den Einsatz. Ich bin begeistert, wie gut die Vernetzung geklappt hat, und das nicht nur einmal. Dieses Projekt hatten wir bereits zum früheren Zeitpunkt geplant, und es musste – wie so vieles aufgrund des Pandemiegeschehens – zunächst abgesagt werden. Nun war es ein guter Zeitpunkt, und dank aller inzwischen bestehenden Hygienekonzepten barg das Ganze auch kein vergrößertes Infektionsrisiko. Wir freuen uns sehr, dass es nun stattfinden konnte und werden es gern auch in Zukunft wieder einmal durchführen.
Wir wünschen allen Lesern eine schöne Adventszeit, gesegnete Weihnachten und ein frohes neues Jahr.
Nadine Henningsen und Maren Perkowski

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