Kirchliche Nachrichten Januar 2022

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Angeln-Süd

Kirchenbüro Angeln-Süd:
Ilka Lausen, Pastoratsweg 3, Tolk,
Tel.: 04622 – 2254, Fax: 04622 – 2245,
kirchenbuero[at]angeln-sued.de
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 9.00 – 11.00 Uhr / Freitag von 15.00 – 17.00 Uhr
Pastor Christoph Tischmeyer, Tel.: 04623 – 380 Email: christophtischmeyer[at]gmx.de

Diesen Text schreibe ich am 6. Januar, dem Drei-Königs-Tag. Die wunderschöne und berühmte Bildhauerarbeit „Die drei Weisen aus dem Morgenland“ ist in der St. Lazarus-Kathedrale von Autun zu finden; die Stadt liegt im französischen Burgund. Ein Engel beugt sich behutsam über die drei Weisen aus dem Morgenland, die wie Könige dargestellt sind. Eben noch haben alle drei tief geschlafen, erschöpft vom langen und beschwerlichen Weg von Babylonien nach Israel. Auslöser war eine Verheißung, die sie empfangen haben, dass sie dem hellen Stern am Himmel folgen sollten, um zum göttlichen Kind, zum neugeborenen König Gottes geführt zu werden. Noch sind sie nicht angekommen. Ob sie am Ende ihrer Kraft sind, am Ende ihrer Hoffnung, der Verheißung des Sterns zu folgen? Ob sie noch einmal aufstehen werden und die Kraft zum Weitergehen finden?
Der geniale Künstler führt unseren Blick zuerst auf die Hände in der Mitte des Bildes, wo der Zeigefinger des Gottesengels den kleinen Finger des Weisen berührt. Und er sagt uns: Seht her, so handelt Gott, wenn er Menschen stärkt – er rührt sie an, er berührt sie zart; kein lautes Wort und kein Befehl, keine Ermahnung und kein Appell: Gott schafft Neues, indem er uns anrührt, anrührend zu uns kommt.
Zart berührt der Engel den Weisen und seine Augen gehen auf. Und nun lenkt der Künstler unseren Blick auf die andere Hand des Engels, die einem Wegweiser gleich gestaltet ist und auf den Stern verweist. Verlass dich nicht allein auf dich selber, auf deine eigenen Kräfte, die körperlichen oder geistigen – sondern sieh auf den Stern Gottes, auf seinen Christus, der in dieser dunklen Welt aufgegangen ist. Geh weiter mit diesem Stern, geh getrost, was immer dir auch begegnen mag, welche Schleifen deines Lebenslabyrinthes du auch noch bestehen musst. Geh mit dem Stern, denn er führt dich zur Mitte, zum Ziel, zur Erfüllung – zu Gottes Christus.

Manchmal berührt er uns leise und sacht,
der Engel des HERRN, vielleicht in der Nacht,
und er sagt immer sein Fürchte dich nicht!
Geh deinen Weg und sieh auf das Licht,
steh auf vom Schlaf deiner Traurigkeit
öffne die Augen, verlier keine Zeit,
vergiss nicht die Botschaft, die heilt und bewahrt,
fasse Vertrauen zu weiterer Fahrt.
Schützende Hand, die von Angst entbindet,
Fingerzeig, der den Morgen kündet,
Nein gegen die stumpfe Bitterkeit,
Mut in enttäuschter Müdigkeit –
wie ein leuchtender Stern ist der Engel des HERRN.

Gottesdienste
Im Januar haben wir an zwei Sonntagen Gottesdienst in Struxdorf, am 16. Januar und am 30. Januar, beide Male um 9.30 Uhr und mit mir.
Am 6. Februar wird es – voraussichtlich – ein Highlight in Tolk geben, um 11.00 Uhr. Ich lade herzlich dazu ein, nach Tolk zu kommen. Dort werden die VOICES, der Gospelchor, der über 15 Jahre unter der Leitung von Andrea Anderson zusammen ist, den Gottesdienst musikalisch gestalten. Und am 13. Februar wird ein Gottesdienst in Struxdorf stattfinden, um 10.00 Uhr.

Seniorengeburtstagsfeier fällt aus
Anfang Februar wäre eigentlich wieder einmal eine Geburtstagsfeier für die über 80-jährigen dran gewesen, die in den Monaten November bis Januar Geburtstag hatten. Wegen der Entwicklung der Pandemie werden wir den Nachmittag voraussichtlich noch einmal ausfallen lassen müssen.
Herzlich grüßt
Ihr/Euer Pastor Christoph Tischmeyer

Sanierung der St. Johannis-Kirche in Thumby – Infrarot statt Pelletheizung
Viele fragen sich, ob und wie es endlich weitergeht mit der St. Johannis-Kirche in Thumby, die von außen doch so schön und fertig saniert aussieht.
Die Kirche wurde bisher von einer Ölheizung beheizt. Wir waren uns einig, dass wir eine Alternative suchen, die nicht mit fossilen Energien arbeitet. Dafür war uns von einem beratenden Ingenieursbüro der Einbau einer Pelletheizung nahegelegt worden. Dann rieten uns aber gleich alle drei befragten Heizungsbaufirmen genau davon ab. Auf einen kurzen Nenner gebracht waren die Probleme erschlagend, die mit der Inbetriebnahme einer Pelletheizung einhergegangen wären. Angefangen beim Schornstein, der so nicht hätte benutzt werden können (er hat einen Knick; er ist zu nah am Gebäude für die Hitze, die die Pelletheizung entwickelt; er ist nicht hoch genug) bis hin zum Pellet-Lager, das wir nicht einfach in den bestehenden Heizöltank hätten einbauen können. In Frage kommen würde nur eine neue Pelletheizungsanlage für alle drei Gebäude (Pastorat, Gemeindehaus und Kirche), dies würde jedoch Kosten in sechsstelliger Höhe mit sich bringen.
Fazit: Wir nahmen Abschied von einer Pelletheizung. Eine Luftwärmepumpe wäre für die Kirche auch nicht die richtige Lösung. Aber was dann?
Wir wollen Infrarot-Technik einbauen. In Zukunft beheizen wir nicht die ganze Kirche. Stattdessen wollen wir die Menschen wärmen, und zwar mit Hilfe von Unterbank-Strahlungswärme und Heizmodulen an verschiedenen Punkten und der Decke unter der Empore. Dazu kommen Heizkissen, die den Po und evtl. den Rücken wärmen. Wir hoffen, dass die Gemeinde diese Heizungsform annimmt, nach anfänglicher Skepsis, mit der wir rechnen müssen.
Die Vorteile sind schlicht überzeugend:

  • konkurrenzfähige Investitionskosten (ca. 35.000 €)
  • klimaneutral mit Ökostrom
  • keine Wartungs- und Schornsteinfegerkosten, weil quasi wartungsfrei
  • geringe Betriebskosten (bei 40 Veranstaltungen und ca. 160 Betriebsstunden wären es ca. 1000 € Stromkosten pro Jahr (bisher haben wir allein für das Heizöl 2200 Euro jährlich ausgegeben).
  • die Kirche gewinnt vom Raum her an Klarheit, alle Heizkörper sind bereits abmontiert worden.
    Die Orgel, so haben uns die Sachverständigen versichert, würde nicht unter der Kälte leiden, die unweigerlich im Winter Einzug halten würde. Mit einem Entfeuchter müssten wir, vor allem im Sommer, dafür sorgen, dass die Nässe in der Kirche im Lot bleibt.

Mitte Januar geht es nun tatsächlich endlich weiter: Der Fußboden wird einmal ganz herausgenommen, der Boden z.T. neu verfüllt und abgezogen und der Steinfußboden neu verlegt. Danach können die Elektroarbeiten fertiggestellt werden. Dann folgen, sobald es von den Temperaturen her möglich ist, die letzten Malerarbeiten. Da nochmals Leinöl verarbeitet werden muss, liegt hier das Problem; es kann voraussichtlich nicht vor dem Frühjahr damit begonnen werden. Wir rechnen jetzt fest damit, dass wir die Kirche spätestens Mitte 2022 wiedereröffnen können! Die Läuteanlage nehmen wir aber schon vorher wieder in Betrieb. Viele betonen, wie sehr ihnen das Glockengeläut fehlt.
Pastor Christoph Tischmeyer


Stille & Meditation
Angebote in der Kirchengemeinde Angeln-Süd und darüber hinaus
Pastor Christoph Tischmeyer, Am Pastorat 1,
24891 Schnarup-Thumby, Tel.: 04623 – 380
E-Mail: christophtischmeyer[at]gmx.de

Gemeinschaftsabende in Struxdorf
Gemeinschaftsabende in der St. Georgs-Kirche, Struxdorf (Dorfstraße 2)
Do, 13. Januar 2022 und Do, 03. Februar; von 18.30 bis ca. 20.30 Uhr
Voraussetzung: „3G“ – Geimpft, Genesen oder Getestet; bitte anmelden
Leitung: Christoph Tischmeyer, Dietrich Waack
Ablauf: Ein Angebot für Menschen, die gerne Stille, Austausch, bibl. Vertiefung und eine Abendmahlsfeier verbinden möchten [grober Ablauf: Meditation (2x 20 Min.) – bibl. Impuls und Austausch – Mahlfeier in geeigneter Form (was die Corona-Bestimmungen betrifft)].

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