Sozialtherapeutische Einrichtung: Basar – wie er immer war

Im Winterschnee glitzerte am 2. Dezember mittags die Sonne und am Nachmittag die Kerzen. Was für besondere Momente der Freude! Nach drei Pandemie-Jahren, in denen unser Basar nur auf dem Hof stattfinden konnte, trafen wir uns wieder in der festlich geschmückten Halle unserer Einrichtung in Ekebergkrug. Es duftete nach Tanne, Rübenmus, Punsch und Waffeln. Menschen trafen sich auf der Ofenbank und in den vielen kleinen gemütlichen Ecken.
Auffallend war ein reges Treiben am Mittag und danach. Die liebevoll gebundenen Kränze und Holzarbeiten wurden ebenso erworben wie unsere selbstgemachten Köstlichkeiten. Es wurde zusammen gegessen und gelacht. Und mittendrin, ganz selbstverständlich, unsere Betreuten. Auch Noah, der erst seit ein paar Wochen bei uns ist, und bei uns ein völlig anderes Zuhause gefunden hat, bewegte sich frei und offen auf dem Fest. Geborgen und gehalten. Wir erfreuten uns auch gemeinsam an der Musik – an den Klaviertönen von Karl-Wilhem und dem gemeinsamen Spiel von Sönke auf dem Akkordeon und Frowin auf der E-Geige.
Unsere Einrichtung erleben wir wie eine schützende Hülle – eine Oase in der hektischen Vorweihnachtszeit und in der Welt. Einen Ort des Bewahrens und Festhaltens. Wo Wärme nicht nur durch das Kaminfeuer entsteht und (Vor-) Freude nicht billige Dekoration ist. In einer Zeit, in der wir uns alle nach innerer Einkehr, Resilienz und Besinnlichkeit sehnen, erlebten wir genau dies beim Musizieren im Kerzenschein. Nicht alle können diese Stimmung heute noch aushalten. Weil allzu häufig anderswo schon ein neuer Ort und ein weiterer Anlass auf uns warten. Für uns aber lohnt es sich immer wieder zu verweilen. In der Zeit, in der Ruhe, in Gemeinschaft. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern für das neue Jahr Besinnlichkeit – nicht nur an den Weihnachtstagen.
Für die Sozialtherapeutische Einrichtung Ekebergkrug
Alexandra Thom

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