Schnarup früher: Rieke Jensens altes Haus – Ruine als Spielplatz

Das alte Haus von Rieke Jensen fiel in sich zusammen und erweckte Neugierde bei den Jungen von Zielkes und Bliesmers aus der Nachbarschaft. Der alte Schornstein fing an zu wackeln. Da hat Vater Jürgen ihn abgerissen. Eine Gefahr war gebannt, aber diese Ruine gehörte uns nicht, sondern Familie Drews, die die Katenstelle von Rieke Jensen damals in Leibrente übernommen hatte. Die Jungen fragten Onkel Drews, der ein Kinderfreund war, ob sie dort spielen durften. Onkel Drews machte einen „Pachtvertrag“ mit den Jungen. Die „Pacht“ betrug eine Schachtel Zigaretten im Jahr. Nun machten die fünf Jungen sich an die Arbeit; sie wollten sich eine Hütte in dem alten Haus errichten. H.W. Thiessen durfte auch dabei sein. Onkel Drews beobachtete ihr Treiben, und als Richtfest gefeiert wurde, war er dabei. Welcher Junge hätte sich nicht so einen Spielplatz gewünscht? Es ging auch immer in gutem Einvernehmen. So vergingen viele Jahre, bis lobesam der Brandschutz mal vorbeikam. Danach war es aus mit der Spielerei; es wurde als zu gefährlich betrachtet, und von nun an war es verboten.
Gerda Zielke

Hinweis: Das Foto zeigt nicht Rieke Jensens Haus; es dient nur der Illustration.

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